Antrag an Jobcenter und Arbeitsagentur immer schriftlich

Sie stellen bei der Arbeitsagentur oder dem Jobcenter einen mündlichen Antrag auf Erstattung von z.B. Bewerbungskosten. Der zuständige Mitarbeiter lehnt die Bewilligung kurz und bündig mündlich ab.

In einem weiteren Fall stellen Sie einen schriftlichen Antrag, bekommen aber die Ablehnung beim persönlichen Termin mit dem Sachbearbeiter auch mündlich.

I.d.R. bekommt man bei solchen Absagen keine nachvollziehbaren Gründe genannt. Um weiteren Ärger zu vermeiden, nehmen Sie die Entscheidung so hin.

Nun haben Sie ein Problem, denn wenn Sie eine Leistung beantragen, dann hat es – zumindest für Sie – einen nachvollziehbaren und wichtigen Grund. Ist man Ihnen nicht behilflich, ist dies häufig mit Nachteilen verbunden.

Und nun stellen Sie sich vor, Ihr Antrag wurde nicht ordnungsgemäß geprüft oder aus anderen Gründen nicht mit der notwendigen Sorgfalt bearbeitet.

Deswegen: nur Schriftform ist verbindlich
Wurde ein Bescheid zugesandt, muss dieser eine nachvollziehbare Begründung enthalten (§ 35 SGB X). Werden weitere Daten angefordert, muss diese auch begründet sein. Es muss eindeutig hervorgehen, wofür die Datenerhebung verwendet wird (§ 67a Abs. 3 SGB X).

Achtung: Werden während eines Telefonates oder persönlichen Gespräches mit einem Sachbearbeiter Zusagen/Absagen getätigt, sind diese nicht verbindlich. Nur schriftliche Zusagen sind verbindlich (§ 34 SGB X)!

Daher sollte immer auf ein Bescheid in Schriftform bestanden werden. Sie haben laut § 33 Abs. 2 S. 2 SGB X ein Anrecht darauf.

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