Bewerber mit Tattoo: Auch mit Tätowierung Polizist werden

Ein großer Löwenkopf auf dem linken Unterarm, etwa 20 mal 14 Zentimeter groß: Mit dieser Tätowierung hat sich ein junger Mann für die Polizeiausbildung in Nordrhein-Westfalen beworben. Doch das Land lehnte ihn ab.Die Begründung: Großflächige Tätowierungen im sichtbaren Bereich stellen „einen absoluten Eignungsmangel“ für die Polizeikarriere dar. Wer tätowiert ist, dem werde weniger Respekt und Vertrauen entgegengebracht.Tatsächlich gibt es einen entsprechenden Erlass des nordrhein-westfälischen Innenministeriums. Sichtbare Körperstellen sind demnach alle Hautflächen, die beim Tragen der Sommeruniform erkennbar sind, also auch die Unterarme. Im konkreten Fall störte sich das zuständige Landesamt nur an der Größe des Löwenkopfs: Größer als ein „durchschnittlicher Handteller“ dürfe ein Tattoo nicht sein. Gegen das Motiv selbst gab es ausdrücklich keine Einwände.Doch diese Begründung – und der Ausschluss des Mannes vom Bewerbungsverfahren – ist rechtswidrig, wie das Verwaltungsgericht Düsseldorf nun in einem Eilverfahren entschieden hat. Gleichzeitig verpflichteten die Richter das Land, den Bewerber zum weiteren Auswahlverfahren für angehende Polizisten zuzulassen.

Quelle: Bewerber mit Tattoo: Auch mit Tätowierung Polizist werden – SPIEGEL ONLINE

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