Jobsuche: für den Heimwerkertyp

Sicherlich sind die meisten Arbeitssuchenden Heimwerker, wenn es um die eigene Bewerbung geht. Schließlich ist ja nichts einfacher, als sich im Internet kostenlose Vorlagen für Bewerbungsunterlagen zu besorgen, um dann schnell loslegen zu können.

Da die Zeit aus verständlichen Gründen drängt, will man keine Zeit verlieren. Man benutzt die Vorlage, so wie sie ist, ersetzt jede Menge Buchstaben und freut sich am Ende des Tages endlich fertig zu sein. In wenigen Stunden wurde ein topaktueller Lebenslauf erstellt und das Musteranschreiben ist auch fertig. Nun muss man nur noch schauen, das man auch neue Jobs findet und die einzige und leidige Arbeit ist es, einige wenige Worte zu ersetzen.

Doch halt. Haben Sie auch nachgeschaut, ob dieses Muster für Sie geeignet ist? Haben Sie darauf geachtet, wie viele Jahre alt diese Vorlage eventuell schon ist? Ist die Vorlage für Akademiker, Fachkräfte und Ungelernte gleichzeitig geeignet?

Wir sind nicht der Meinung, das man sich alleine mit den Themen Bewerbung beschäftigen sollte. Zu oft kommen Unterlagen zum Vorschein, an denen der geübte Personalentscheider sofort erkennt, wie viel Mühe Sie sich gegeben haben, um einen Job zu finden.

Bewerbungen sollten kein Standardwerk sein, denn es macht schon einen Unterschied, ob Sie sich als „Buchhalter“ in einem kleinen Handwerksbetrieb bewerben oder in einem Unternehmen mit 200 Mitarbeitern.

Kehren wir zurück zum Thema Heimwerker:
Sicherlich können viele unter uns eine neue Steckdose anschließen. Sicherung raus, 3 Adern anschließen, Sicherung rein und die Lampe brennt. Alles gut so.

Wir sehen es etwas komplizierter und würden schon beim Verlegen der Kabel mindestens ein 5-adriges Kabel bevorzugen, weil man viel mehr Möglichkeiten damit hat. Und nun stellen Sie sich vor, Sie öffnen eine Abdeckung, hinter dem ein 5-adriges Kabel liegt und Sie wollen doch nur eine ganz normale Lampe anschließen.

Betrachten Sie jede Bewerbung übersetzt als „5-adrig Kabel“ und überlegen sich, ob Sie das alleine schaffen, oder doch lieber einen Fachmann beauftragen.

Hier gehts nicht nur um einen möglichen Kurzschluss, sondern darum, ob Sie eingestellt werden oder nicht.

Nachricht zum Beitrag an Netzwerk Arbeit senden: