Jobwechsel – Selbst kündigen ist ein Risiko

Clemens Hetschko ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Volkswirtschaftslehre der Freien Universität Berlin und am Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) in Nürnberg. Mit Adrian Chadi zusammen hat er untersucht, wie sich Kündigungen auf die Arbeits- und Lebenszufriedenheit auswirken.SZ: Wie hoch ist der Anteil derjenigen, die ohne Anschlussjob kündigen?Clemens Hetschko: Der ist gar nicht so gering: Von allen selbstinitiierten Kündigungen hatten im Schnitt der letzten Jahre etwa 15 bis 20 Prozent noch keinen neuen Job in Aussicht, also fast jeder Fünfte.Ist es sinnvoll, ohne neuen Job in Aussicht zu kündigen?AnzeigeWenn jemand keine berufliche Perspektive für das Danach hat, geht er ein hohes Risiko ein. Jahrelange Forschung hat gezeigt, dass Arbeitslosigkeit extrem unzufrieden macht. Dabei ist die Ursache überraschend unbedeutend. Wer selbst gekündigt hat, ist anfangs lediglich etwas weniger unzufrieden als derjenige, der entlassen wurde. Hält die Arbeitslosigkeit länger an, sind beide gleichermaßen ausgesprochen unzufrieden. Besser wird es erst, wenn man einen neuen Job gefunden hat. Das ist der entscheidende Punkt.

Quelle: Jobwechsel – Selbst kündigen ist ein Risiko – Karriere – Süddeutsche.de

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