Wie sieht der optimale Lebenslauf aus?

Aufbau. Die tabellarische Form ist heute Standard und erfüllt diese Anforderungen perfekt: links Zeitangaben, rechts Fakten. Bitte keinen optischen Firlefanz! Ein Lebenslauf ist eine reine Faktensammlung, keine Prosa. Sein schöpferisches Talent an der Stelle beweisen zu wollen, eignet sich allenfalls für Kreativberufe oder bei einer Initiativbewerbung, der sich Personalverantwortliche ausgiebiger widmen können. Ansonsten reichen Stichworte zu den einzelnen Lebensabschnitten.

Inhalt: Persönliche Kommentare zu einzelnen Punkten sind im Lebenslauf tabu. Genauso eine Anrede eingangs oder Grußformel zum Schluss. Was dagegen unbedingt sein muss, sind:

Persönliche Daten: Name, Geburtstag und Geburtsort, Anschrift, Familienstand, Staatsangehörigkeit

Bewerbungsfoto: Wenn Sie ein Foto für die Bewerbung verwenden ( wir empfehlen es), lassen Sie es von einem „richtigen“ Fotografen anfertigen und beachten die folgenden Hinweise:

Nehmen Sie Blickkontakt mit dem imaginären Betrachter auf. Dazu gehören ein begrüßendes, offenes Lächeln, die schattenfreie Ausleuchtung des Gesichts, ein natürlicher Hautton, eine fixierte Frisur, ein freies Gesicht, die Ausrichtung des Körpers auf einen imaginären Gegenüber, möglichst keine Neigung des Kopfes, eine Darstellung nur von Kopf bis Schultern (Krawattenknoten – oberster Shirt-Knopf), mit dem Körper möglichst senkrecht zur Blickachse – nicht dem Betrachter zugeneigt.

Werdegang und Berufserfahrung: Mutige können noch diesen Hinweis befolgen: unter die persönlichen Angaben, gleich eine Zeile mit der angestrebten Position einfügen. Das betont den Anspruch auf die ausgeschriebene Stelle. Dann aber sollte sofort das stärkste Argument dafür folgen: Bei Absolventen sind es die Ausbildung und Studienschwerpunkte die darauf hinführen, bei Jobwechslern die aktuelle Position, bei Arbeitsuchenden ihre besonderen Qualifikationen.

Besondere Qualifikationen: Weiterbildung, Kenntnisse, Fähigkeiten, Sprachen

Ausbildung: dazu gehört auch eventuell geleisteter Wehr- oder Ersatzdienst

Alles zeitlich exakt eingeordnet und vor allem lückenlos. Sonst wecken Sie den Verdacht, Sie wollten peinliche Stationen vertuschen. Spätestens im Vorstellungsgespräch kommt das aber dann zur Sprache.

Zeitangaben. Monatsangaben reichen in der Regel, also zum Beispiel: 06/2003 – 06/2006  Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker in der VW-Werkstatt XY in Hamburg. Ungeklärte Fehlzeiten führen i.d.R. zu peinlichen Nachfragen. Das können Sie vermeiden.

Tabus. Die folgenden Punkte gehören dagegen keinesfalls in einen Lebenslauf: Informationen, die für den angestrebten Job nicht relevant sind (unnötiger Leseballast!), Familieninformationen (Mutter: Hausfrau, Vater: Studienrat), Gehaltsvorstellungen (gehören – falls sie gefordert waren – ins Anschreiben oder sind Thema im Vorstellungsgespräch) sowie religiöse und politische Ansichten.

Schluss. Formal sollte der Lebenslauf mit Ort, Datum und einer Unterschrift versehen werden. Das unterstreicht, dass die gemachten Angaben der Wahrheit entsprechen. Obacht: Falsche Angaben können auch nach der Probezeit zur fristlosen Kündigung führen. Seien Sie dabei also besonders sorgfältig – auch für den Fall, dass man später nach einem billigen Kündigungsgrund sucht, falls Sie in Ungnade gefallen sind.

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