🚫 „Wir beschäftigen keine Ausländer“ – Ein trauriger Realitätscheck im Jahr 2026.

Manchmal macht uns unsere Arbeit als Personalexperten sprachlos. Heute war so ein Tag.

Wir haben einen hochqualifizierten jungen Bewerber aus Bangladesch für eine Ausbildungsstelle vorgeschlagen. Die Ausbildungsstelle war in der Jobbörse der Arbeitsagentur veröffentlicht. Der potenzielle Arbeitgeber? Ein weltweit operierendes Medizintechnik-Unternehmen aus München. Man sollte meinen: Global Player, Innovation, Weltoffenheit.

Die Realität am Telefon sah anders aus. Eine Mitarbeiterin der Personalabteilung bügelte uns in einem extrem forschen Ton ab. Nachdem sie fälschlicherweise annahm, der Bewerber käme aus Niedersachsen (wegen unserer Firmenanschrift!), folgte nach der Aufklärung der Satz, den wir im Jahr 2026 nicht mehr für möglich gehalten hätten:

„Wir beschäftigen keine Ausländer.“

Keine Nachfrage zu Qualifikationen. Kein Interesse an dem Menschen. Nur eine pauschale Ablehnung aufgrund der Herkunft.

Warum wir das teilen?

  • Gegenwind zeigen: Solche Aussagen verstoßen nicht nur gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), sie sind ein Schlag ins Gesicht für jeden motivierten jungen Menschen, der in Deutschland Fuß fassen will.
  • Fachkräftemangel? Wer so agiert, darf sich nicht über fehlenden Nachwuchs beschweren.
  • Wertefrage: Wir stehen für eine Arbeitswelt, die Talente fördert – egal, woher sie kommen.

Wir sind entsetzt über diese Arroganz und die offene Diskriminierung. Diesen „Global Player“ werden wir für unsere Kandidaten definitiv nicht mehr in Betracht ziehen.

Was meint ihr dazu? Habt ihr ähnliche Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit HR-Abteilungen gemacht?

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