Archiv Januar 2018

Siemens – Ärger nach Versprechen von Kaeser an Trump – In Deutschland kündigen, um in den USA zu investieren.

Auf der Facebook-Seite der Siemens-IG-Metaller wird mit Häme nicht gespart. “Ich hab die ganze Zeit das Logo der ‘Heute Show’ gesucht” , schreibt einer. “Ist das wirklich sein Ernst?” Ein anderer schreibt von der “Donald-Joe-Lovestory”, ein anderer vom “Dreamteam des Raubtierkapitalismus”. Ironisch und mit großer historischer Anspielung der Satz: “Niemand hat die Absicht, Fertigung ins Ausland zu verlagern.” Ganz großes Kino, und das nur, weil Siemens-Chef Joe Kaeser beim Weltwirtschaftsforum von Davos zum Abendessen mit US-Präsident Donald Trump gegangen ist und dort Investitionen versprochen hat. Ein Abend, von dem feststeht: Weder das Timing war gut noch die Botschaft.Eigentlich hätte sich Kaeser vorher denken können, dass es nicht gut ankommt, wenn er ein paar Tage vor der Hauptversammlung des Konzerns dem US-Präsidenten Investitionen verspricht, während zur gleichen Zeit zu Hause über den Abbau Tausender Jobs in der Kraftwerkssparte gestritten wird.

Quelle: (2)Siemens – Ärger nach Versprechen von Kaeser an Trump – Wirtschaft – Süddeutsche.de

Beitrag empfehlen:

Die Hochschule Osnabrück informiert am 09. Februar über ihre Masterstudiengänge für Berufstätige

Die Hochschule Osnabrück informiert am 09. Februar über ihre Masterstudiengänge für Berufstätige. Am Freitag, den 09. Februar, lädt die Hochschule Osnabrück Interessierte zu ihrer Informationsveranstaltung „Nach dem Studium ist vor dem Studium: den eigenen Arbeitsplatz mit einem Masterstudium proaktiv weiterentwickeln“ ein. Ab 16:00 Uhr werden am Campus Lingen die beiden berufsintegrierenden Masterstudiengänge „Technologieanalyse, -engineering und -management“ (M.Eng.) und „Führung und Organisation“ (M.A.)

Quelle: Netzwerk Arbeit | XING

Beitrag empfehlen:

Das sind die zehn am häufigsten verwendeten Beschreibungen auf LinkedIn

Jährliche Aufstellung der am meisten von Mitgliedern verwendeten „Buzzwords“ // „Spezialisiert“ auch in diesem Jahr Spitzenreiter

München, 25. Januar 2018 – Der Januar versetzt den Arbeitsmarkt in Bewegung: Viele Arbeitnehmer suchen neue Herausforderungen, gleichzeitig schreiben Unternehmen Stellen aus. Der perfekte Zeitpunkt für Recruiter, um auf LinkedIn passende Kandidaten zu suchen und zu vermitteln. Doch was sie dort lesen, wirkt oft generisch und austauschbar. Wenn sich zum wiederholten Male bei eigentlich passenden Kandidaten in der Beschreibung das Wort „innovativ“ findet, wirkt das nun mal alles andere als innovativ.

LinkedIn hat auch in diesem Jahr auf Basis seiner weltweit mehr als 530 Millionen Nutzerprofile die zehn Schlagwörter ermittelt, die in Profilen besonders häufig benutzt werden. Im Vergleich zum letzten Jahr behauptet sich der Spitzenreiter „spezialisiert“ auf Platz eins, dahinter landen „erfahren“ und „Expertenwissen“, die „Führungsqualitäten“ (Platz vier) und „strategisch“ (Platz acht) vom Treppchen stoßen.

„Um HR-Spezialisten ins Auge zu stechen, sollte das eigene Profil positiv aus der Masse herausragen. Deswegen gilt es für LinkedIn-Mitglieder, dem ersten Impuls zu widerstehen, sich mit positiv besetzten Buzzwords zu schmücken. So läuft man Gefahr, von Recruitern in eine Schublade gesteckt zu werden“, sagt Barbara Wittmann, Direktorin für den Bereich Rekrutierungslösungen und Mitglied der Geschäftsleitung bei LinkedIn Deutschland, Österreich, Schweiz. „Die richtigen Worte zu finden, welche die eigene Person treffend beschreiben, kostet Zeit und Energie. Doch es lohnt sich. Denn Personalvermittler suchen häufig nach fachspezifischen Schlagworten, die eben nicht mit den klassischen Buzzwords abgedeckt werden. So steigt die Chance auf den richtigen Job deutlich.“

Die Top 10 der meist genutzten

Schlagwörter in Deutschland

 

Die internationalen Top 10 der meist
genutzten Schlagwörter
  1. spezialisiert
  2. erfahren
  3. Expertenwissen
  4. Führungsqualitäten
  5. leidenschaftlich
  6. qualifiziert
  7. innovativ
  8. strategisch
  9. kreativ
  10. motiviert
  1. spezialisiert
  2. erfahren
  3. qualifiziert
  4. Führungsqualitäten
  5. leidenschaftlich
  6. Expertenwissen
  7. motiviert
  8. kreativ
  9. strategisch
  10. fokussiert

 

Fachkräftemangel beeinflusst Buzzwords

Die diesjährigen Buzzwords zeigen, dass LinkedIn-Mitglieder ihre Profile auf den Fachkräftemangel in Deutschland eingestellt haben. Die Top drei bestehen dieses Jahr aus Beschreibungen, die Spezialwissen implizieren. Begriffe, welche die eigenen Fähigkeiten beschreiben – wie „Führungsqualitäten“, „strategisch“ oder „kreativ“ – werden hingegen weniger häufig verwendet als vergangenes Jahr.

Diese Entwicklung spiegelt sich auch in den Berufsgruppen wider. Personaler, Marketingfachleute und Vertriebsmitarbeiter geben allesamt ebenfalls an, „spezialisiert“ zu sein. Während Personaler dies auch schon im vergangenen Jahr getan haben, waren Marketingfachleute 2016 noch überwiegend „strategisch“ und Vertriebsspezialisten hatten „Führungsqualitäten“.

„Ein Online-Profil einzusetzen, um seine Bewerbung zu ergänzen, ist heutzutage auf jeden Fall der richtige Weg“, sagt Wittmann weiter. „Allerdings sollten sich Mitglieder vorher genau Gedanken darüber machen, welche Schlagworte wirklich auf die eigene Person zutreffen. Um sich als Spezialist zu positionieren, sollte das gesamte Profil darauf abgestimmt sein.“

Wittmann gibt Bewerbern folgende Ratschläge für ihre Profile:

Charakter zeigen. Das eigene LinkedIn-Profil sagt viel über den Nutzer aus. Es gilt daher, selbstbewusst und konkret in Bezug auf die eigenen Erfolge zu sein. Scheuen Sie sich nicht, Ihrer Sprache etwas Persönlichkeit zu geben – es ist die perfekte Gelegenheit, Charakter auszudrücken. Aber bitte nicht vergessen, stets einen professionellen Ton zu wahren. Nicht nur Worte sprechen lassen. Anstatt davon zu erzählen, wie kreativ Sie sind, hilft es, dem Personalvermittler an dieser Stelle Präsentationen, Videos, Gestaltungsarbeiten oder Projekte zu präsentieren. Denken Sie daran, dass Sie sich aus einer Vielzahl von potenziellen Kandidaten abheben möchten. In nur fünf bis zehn Sekunden muss ein potenzieller Arbeitgeber beeindruckt sein, wenn er ein Profil besucht. Werden Sie aktiv. Es geht nicht nur darum, was in einem Profil steht. Proaktivität ist der Schlüssel zum Aufbau eines Netzwerks. Folgen Sie Unternehmen, für die Sie gerne arbeiten würden. Kontakte knüpfen, Gruppen beitreten und an Diskussionen beteiligen: Ein aktives Profil zeigt den Personalvermittlern, dass Sie in Ihrem fachlichen Wissen auf dem neuesten Stand sind. Äußern Sie Ihre Meinung. Wenn „Expertenwissen“ eines der in Ihrem Profil verwendeten Wörter ist, teilen Sie doch einen Beitrag auf LinkedIn. Indem Sie Ihre Meinung über branchenbezogene Angelegenheiten teilen, zeigen Sie, dass Sie wirklich fachkundig und gut informiert sind.

Ein Bild von Barbara Wittmann finden Sie hier.

Bildunterschrift: Barbara Wittmann, Direktorin Talent Solutions und Mitglied des Führungsteams bei LinkedIn Deutschland, Österreich, Schweiz

* * *

Über LinkedIn

LinkedIn vernetzt weltweit Fach- und Führungskräfte und hilft ihnen dabei, produktiver und erfolgreicher zu sein. Zudem verbessert das Karrierenetzwerk nachhaltig die Rahmenbedingungen für Personalsuche, Marketing und Vertrieb. LinkedIns Vision ist der Economic Graph, ein globales Netzwerk von qualifizierten Fachkräften, das jedem Mitglied neue Karrierechancen eröffnen kann. LinkedIn hat insgesamt mehr als 530 Millionen Mitglieder. In der Region Deutschland, Österreich und Schweiz erreichte LinkedIn im Juni 2017 zehn Millionen Mitglieder. 29 der 30 deutschen DAX-Unternehmen setzen auf LinkedIn-Produkte.

Pressekontakt

LinkedIn Deutschland, Österreich, Schweiz

Gudrun Herrmann

E-Mail: gherrmann@linkedin.com

Twitter: @LinkedInDACH / Facebook: LinkedIn DACH

LinkedIn: http://de.linkedin.com/in/gudrunherrmann
Hotwire Public Relations Germany GmbH

Michaela Marsch

Tel.: +49 89 2109 3278

E-Mail: michaela.marsch@hotwireglobal.com

Beitrag empfehlen:

Wie ein Möbelhändler Flüchtlinge integriert – Brandenburg – Aktuelle Nachrichten – Berliner Morgenpost

Frank Fritzsche steht in einem der endlosen Flure seines Lagers und ist zufrieden. “Wenn mir vor drei Jahren jemand gesagt hätte, ich arbeite einmal mit 115 Flüchtlingen und es klappt wunderbar, dann hätte ich das nicht geglaubt”, sagt der Betriebsleiter. Fritzsche leitet das Logistikzentrum des Online-Möbelhändlers Home24 in Ludwigsfelde südlich von Berlin. Insgesamt 180 Mitarbeiter sind hier beschäftigt, inzwischen sind mehr als die Hälfte Flüchtlinge. “Allein im vergangenen Jahr haben wir 70 eingestellt,

Quelle: Wie ein Möbelhändler Flüchtlinge integriert – Brandenburg – Aktuelle Nachrichten – Berliner Morgenpost

Beitrag empfehlen:

Frisch eingetroffen: Stellenangebote von Netzwerk Arbeit:

Immer aktuell und zielgruppengerecht veröffentlichen wir jedes Wochenende neue Stellenangebote. Da wir Stellenangebote immer so selektieren, das sie weitestgehend zu unserem Bewerberstamm passen, ist es möglich, das Sie in diesem Moment nichts für sich finden.

Das können Sie aber leicht ändern:
Senden Sie uns Ihre Initiativbewerbung zu und wir beginnen sofort, auch für Sie zu suchen.

Und nun wünschen wir Ihnen viel Erfolg bei der Suche in unseren Stellenangeboten.

Beitrag empfehlen:

Unternehmen ade: Mitarbeiter wollen Zeitarbeit(en)

In der Altenpflege steigt die Zahl der Leiharbeiter rasant. 2016 ist sie um 9 Prozent auf über 12.000 gewachsen. Für die Pflegeheime ist das doppelt kritisch.

Inhaltsverzeichnis

Sebastian Lazay kann es sich leisten, großzügig zu sein: Mitbestimmung bei der Dienstplanung, langfristige Verlässlichkeit, keine Doppelschichten. Lazay vermittelt Arbeitnehmer auf Zeit und hat sich dabei auf die Altenpflege spezialisiert. „Die Nachfrage ist so groß, dass wir unsere Mitarbeiter deren Wünschen entsprechend verteilen können“, sagt der Geschäftsführer der Hamburger Extra-Personalservice GmbH. Die rund 100 Fachkräfte, die er in dem Bereich beschäftigt, sind gefragt. Rund 50 Altenpflege-Einrichtungen im Raum Hamburg sowie in Dresden und Leipzig stehen auf Lazays Kundenliste, und nicht selten muss er Anfragen ablehnen – ausgebucht.

Nachfrage so groß, das Zeitarbeitsfirmen kooperieren

Seinen Wettbewerbern – allein im Raum Hamburg tummelt sich ein gutes Dutzend auf dem Feld der Altenpflege – geht es ähnlich, sagt Lazay, gleichzeitig Vizepräsident des Bundesarbeitgeberverbands der Personaldienstleister (BAP). Die Lage ist so ernst, dass die Dienstleister über Firmengrenzen hinweg kooperieren, sich austauschen und wann immer möglich einspringen oder auf den anderen verweisen, wenn ein Auftrag nicht erfüllt werden kann. Das ist nicht üblich unter Zeitarbeitsfirmen, doch der Mangel an Pflegekräften schafft neue Verhältnisse.

Chaos schon durch einzelne Krankheitsfälle

Viele Alten- und Pflegeheime kommen angesichts der dünnen Personaldecke und der Fachkraftquote nicht mehr ohne Leiharbeiter aus. Schon einzelne krankheitsbedingte Ausfälle lassen den Dienstplan kollabieren. Da sind die kurzfristig verfügbaren Pflegekräfte der Dienstleister trotz der höheren Kosten oft der einzige Ausweg. In manchen Häusern kommt das Stammpersonal sogar nur dank der Leiharbeitnehmer überhaupt dazu, in den Urlaub zu gehen oder Überstunden abzubauen.

Die meisten Zeitarbeiter gibt es in Nordrhein-Westfalen

Im Jahr 2010 ermittelte das Gelsenkirchener Institut Arbeit und Technik (IAT) im Auftrag der Hans-Böckler-Stiftung eine Zahl von gut 19.000 Leiharbeitskräften in Gesundheitsberufen – „ein großer Teil davon in der Pflege“, schrieben die Autoren damals. Im vergangenen Jahr wies die mittlerweile deutlich differenziertere Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) allein für die Altenpflege 12.354 Leiharbeitnehmer aus. Das bedeutete gegenüber dem Jahr 2015, als 11.310 Beschäftigte verzeichnet wurden, einen Anstieg von mehr als neun Prozent. Die mit Abstand meisten Zeitarbeitnehmer kamen dabei in Nordrhein-Westfalen (2695) Bayern (2160) und Niedersachsen (1376) zum Einsatz. Unter dem Punkt „Gesundheit, Krankenpflege, Rettungsdienst, Geburtshilfe“ listen die BA-Statistiker insgesamt weitere 16.671 Leiharbeitnehmer (2015: 15.596) auf.

Manche Firmen übernehmen gesamte Dienstplanung

Trotzdem bleibe die Zeitarbeit im Bereich der Altenpflege ein Instrument, um Spitzenzeiten und Notlagen abzudecken, sagt Olaf Bentlage vom Bundesverband privater Anbieter sozialer Dienste (bpa): „Das ist das Argument Nummer eins für die Branche.“ Grundsätzlich sei die Dienstleistung fast nicht bezahlbar, „aber bevor sie Betten stilllegen oder Kunden nicht mehr anfahren, greifen die Einrichtungen natürlich darauf zurück“. Teilweise werde für die Kunden sogar die gesamte Dienstplanung übernommen, sagt Extra-Chef Sebastian Lazay. Dann braucht Heim A eine Fachkraft für die Nacht von Dienstag auf Mittwoch, und Heim B muss in der nächsten Woche drei verschiedene Tagesdienste besetzen. „Manche Kunden schicken ihre Dienstpläne an verschiedene Personaldienstleister und lassen dann von denen die Lücken füllen“, sagt Lazay. Sein Hauptgeschäftsfeld sieht er in „Einzeldiensten für 5,5 Stunden“.

Cetinkaya: „Ein künstlicher Markt“

Dabei ist seine Branche offenbar auch Teil des Problems, dessen Lösung ihr Geschäftsmodell ist. Schließlich konkurrieren die Zeitarbeitsfirmen mit den Altenheimen und Pflegediensten um die gleichen Fachkräfte – und von denen lassen offenbar mittlerweile viele eine Festanstellung in der stationären Pflege sausen, um stattdessen zu deutlich attraktiveren Konditionen bei einem Personaldienstleister anzuheuern.

„Zeitarbeiter zwei- bis dreimal teurer“

„Hier wurde ein künstlicher Markt geschaffen – in einem Markt, der ohnehin schon am Rand der Existenz steht“, kritisiert Ugur Cetinkaya, der das SenVital Senioren- und Pflegezentrum in Ruhpolding leitet. Zeitarbeitnehmer seien „zwei- bis dreimal teurer“, sagt der Pflegemanager, der Anfang des Jahres mit dem zweiten Platz des Pflegemanagement-Awards ausgezeichnet wurde: „Die Firmen nutzen den Fachkräftemangel schamlos aus und geben den Heimen die Preise vor.“ Wegen der besseren Verdienstchancen seien die Zeitarbeitnehmer für eine Festanstellung in der stationären Pflege dann langfristig verloren, klagt Cetinkaya: „Sie zurückzuholen, funktioniert nicht mehr.“

Derweil will Sebastian Lazay in Hamburg den ohnehin schon „sehr hohen Aufwand“ für die Rekrutierung weiterer qualifizierter Mitarbeiter mit Blick auf seine Auftragslage noch intensivieren: „Wenn die Bewerber da wären, könnten wir unsere Belegschaft innerhalb des nächsten halben Jahres gerne verdoppeln.“

Quelle: Immer mehr Pflegeheime von Zeitarbeit abhängig | pflegen-online.de

Beitrag empfehlen:

Online-Konkurrenz: Wissen verschenken?

Sich vom Fachmann oder der Fachfrau beraten lassen und dann günstiger im Internet einkaufen: Das ärgert viele Einzelhändler und auch immer mehr Handwerker. Eine Klavierbaumeisterin aus Weimar verlangt nun eine Gebühr für ihre Beratung und bekommt viel Verständnis von ihren Kunden.

Von Jana Tashina Wörrle

Bei ebay Kleinanzeigen bieten unzählige private Verkäufer gebrauchte Klaviere an. Die Preisspanne ist groß – zwischen mehreren hundert bis mehreren tausend Euro ist alles dabei. Bei einem solchen Kauf sind sich die Interessenten oft unsicher: Ist der Preis gerechtfertigt? Muss oder kann man das Klavier überhaupt noch stimmen und darauf spielen? Sind Reparaturen nötig – und wenn ja, was kosten sie? Genau solche vermeintlichen Klavierkäufer rufen dann bei Franziska Lange an und wollen von ihr Genaueres erfahren; sie erzählen von Marke, Baujahr und angeblichem Zustand des Klaviers und erhoffen sich einen Tipp von der erfahrenen Klavierbaumeisterin.

Doch statt einer Ferndiagnose bekommen sie von Franziska Lange dann ein Angebot: “Ich kann mir gerne das Klavier vor Ort anschauen, ich kann mitkommen zum Verkäufer und dann prüfen, ob sich der Kauf lohnt und der Preis gerechtfertigt ist”, erklärt diese und fügt hinzu, dass das dann aber 50 Euro plus die Auslagen für die Anfahrt kostet. Ihr Beratungshonorar. Von Kollegen ihrer Branche in Süddeutschland weiß sie, dass diese 80 Euro verlangen.

Seitdem sich derartige und ähnliche Anrufe bei ihr häufen, verlangt die 27-Jährige den pauschalen Preis, wenn sie nach ihren Fachkenntnissen gefragt wird und dabei für sie kein Reparaturauftrag über 1.000 Euro folgt oder die Klavierinteressierten bei ihr ein Instrument kaufen. Erst kürzlich hat die Handwerksmeisterin auf ihrer Internetseite selbst eine kleine Umfrage gestartet und gefragt, ob ihre Kunden online die Preise vergleichen, bevor sie etwas kaufen oder einen Auftrag erteilen. Das Ergebnis hat sie überrascht: “Selbst bei dem Kauf von einem Klavier, das schon mal mehrere tausend Euro kosten kann, ist es den meisten wichtig, wenn sie ein paar Euro sparen können – sogar wenn sie dafür in Kauf nehmen, das Gerät zuvor nicht anschauen oder ausprobieren zu können.”

Fachwissen nicht verschenken

Doch dann folgt oft der große Ärger, wenn die Kunden dann ein kaputtes Gerät zuhause haben und sie keinen Fachhändler an der Hand haben, der sich kümmert. “Wenn ich dann erklären muss, dass man das Klavier nicht mehr stimmen kann oder dass eine Reparatur teurer ist als der Rabatt, den sie über den Onlinekauf erzielt haben, ist der Ärger groß”, erklärt Lange, die auch in einem solchen Fall an ihrer Beratungspauschale festhält. Sie möchte ihr Fachwissen nicht verschenken – vor allem dann nicht, wenn die Kunden durch die Möglichkeiten des Internets immer mehr zu einer “Geiz-ist-geil-Mentalität” neigen.

Sich im Fachgeschäft ausführlich beraten zu lassen und dann günstiger online einzukaufen, ist zum Trend geworden. Ein Trend, der vor allem kleine Einzelhändler, aber auch einige Handwerksbetriebe immer stärker belastet. Sie zahlen hohe Ladenmieten, stecken Zeit und Geld in eine qualifizierte Ausbildung und am Ende macht dennoch der den Gewinn, der statt mit Fachwissen mit dem günstigsten Preis aufwartet. Das ärgert viele, eine Beratungsgebühr wie sie Franziska Lange verlangt, ist dennoch selten. Die Kunden der Klavierbaumeisterin akzeptieren sie jedoch problemlos, wenn Lange die Chance bekommen hat, die Gründe dafür zu erklären.

Beratungsklau im Handwerk

Im Handwerk sind vor allem die Branchen vom sogenannten Beratungsklau betroffen, die Ladengeschäfte betreiben und dabei nicht wie die Augenoptiker oder Hörakustiker davon profitieren, dass die Krankenkassen die Kosten für die Vor-Ort-Dienstleistung ganz oder in Teilen übernehmen. So teilt sowohl die Bundesinnung der Hörakustiker als auch der Zentralverband der Augenoptiker und Optometristen auf Anfrage mit, dass der Onlinehandel bislang keine große Konkurrenz darstellt. Im Brillengeschäft macht der online generierte Umsatz aktuell nur etwa fünf Prozent aus. Und der Verband meldet, dass das Vertrauen der Verbraucher in Online-Anbieter von Brillen nach wie vor sehr begrenzt sei. Somit halte sich auch der Beratungsklau in Grenzen.

Das sieht in den Gewerken der Klavierbauer und auch beispielsweise bei den Raumausstattern anders aus, bestätigt der Zentralverband Raum und Ausstattung. In den letzten beiden Jahren komme es häufiger vor, dass Kunden sich im Geschäft oder vor Ort  beraten lassen und dann ihr Glück im Internet versuchen, berichtet Raumausstattermeister Ralf Vowinkel, der auch Obermeister der Raumausstatter-Innung RheinHaardt ist. “Gerade im Bereich Sonnenschutz und Insektenschutz, aber auch schon mit Bodenbelägen wurde ich nach Aufmaß und Beratung schon häufiger mit Preisen aus dem Internet konfrontiert.” In den Bereichen Fensterdekoration sei der Onlinehandel dagegen noch in der Anfangsphase. Doch auch das werde sich aus seiner Sicht in den nächsten Jahren sicherlich ändern.

Stimmen die Maße? Risiko alleine beim Kunden

Eine generelle Beratungsgebühr wird sich laut Vowinkel in seiner Branche dennoch derzeit nicht etablieren lassen. “Hierzu müssten die Kollegen alle an einem Strang ziehen”, sagt er und möchte aber nicht ausschließen, dass diese in bestimmten Fällen sinnvoll sein kann – etwa bei sehr aufwendigen Beratungen und Planungen, wenn vor Ort beim Kunden ein Aufmaß genommen wird oder wenn es um Angebote für Versicherungsschäden geht. Dabei sei eine Art Schutzgebühr schon heute bei einigen Betrieben üblich.

Auch er erlebt das starke Preisbewusstsein der Kunden, doch er muss zugeben, dass es für diese natürlich günstiger sei, wenn sie mit genauen Vorstellungen und Maßen online bestellen und dabei keine Planung oder Fachberatung Teil des Verkaufs ist. “Zumal das Risiko, dass die Maße stimmen, alleine der Kund trägt. Somit kann der Onlinehandel den Fachhandel schon mal mit zwanzig Prozent unterbieten“, sagt der Raumausstattermeister.

Oft gefragt: “Geht es auch ohne Rechnung?”

Klavierbaumeisterin Franziska Lange erkennt den Preisdruck, den mancher Kunde heutzutage selbst schafft, auch daran, dass sie sehr oft danach gefragt wird, ob es denn auch ohne Rechnung ginge. “Ich muss dann immer wieder erklären, dass ich das nicht mache und weise dann darauf hin, dass man meine Rechnung ja auch steuerlich absetzen kann, was viele gar nicht wissen”, sagt sie. Es gebe dann aber auch einige, die lieber einen anderen Betrieb beauftragen und darauf hoffen, hier ihr Klavier schwarz repariert zu bekommen oder auch für eine Beratung nur ein “Trinkgeld auf die Hand” zu geben.

Ähnliches geschieht, wenn Franziska Lange bei der Inspektion eines alten Klaviers feststellen muss, dass es weder gestimmt noch repariert werden kann. Dann würden manche Kunden davon ausgehen, dass sie nichts oder nur die Anfahrt bezahlen müssen – egal, wie lange die Klavierbauermeisterin für ihre Diagnose gebraucht hat, der kein Auftrag folgt. “Einige Kollegen von mir haben auch hierfür eine Pauschale eingeführt und genau das werde ich künftig auch machen”, kündigt sie an.

Quelle: Online-Konkurrenz: Wenn die Fachberatung Geld kostet – dhz.net

Beitrag empfehlen:

Brexit-Folgen für Frankfurter Wohnungsmarkt und Schulen

Eltern, Wohnungskäufer und Mieter müssen sich in Frankfurt wegen des Brexits auf einen härteren Verteilungskampf einstellen. Banken, die im Zuge des EU-Austritts Großbritanniens Mitarbeiter von London nach Frankfurt verlegen wollen, haben schon jetzt damit begonnen, sich an den privaten Schulen der Stadt Kontingente zu sichern. Allein die Deutsche Bank, die bis zu 4000 Mitarbeiter aus England abziehen will, hat sich dem Vernehmen nach für das nächste Schuljahr einige hundert Plätze sowohl an internationalen als auch an deutschen Schulen und Kindergärten in der Rhein-Main-Region gesichert. Ein Sprecher der Bank wollte die Zahl auf Anfrage nicht kommentieren. Er bestätigte aber, dass die Bank aktuell deutlich mehr solcher Plätze reserviert habe als in normalen Zeiten.

Folgen Sie bitte dem Link, um den vollständigen Inhalt lesen zu können.

 

Quelle: Brexit-Folgen für Frankfurter Wohnungsmarkt und Schulen

Beitrag empfehlen:

Kontrolle von Mitarbeitern – was ist erlaubt, was nicht?

Dass Firmen ihre Angestellten überwachen, ist keine Seltenheit und rückte durch Skandale in den medialen Fokus. So gab es viel Aufregung als bekannt wurde, dass der Lebensmitteldiscounter Lidl Detektive beauftragt hatte, um aufzuzeichnen, welcher Mitarbeiter wann und wie lange auf der Toilette war. Auch dürfte Vielen noch in Erinnerung sein, dass die Drogeriekette Schlecker Mitarbeiter und Kunden heimlich filmen ließ. Bei beiden Fällen sagt bereits der gesunde Menschenverstand, dass das nicht erlaubt sein k

Quelle: Kontrolle von Mitarbeitern – was ist erlaubt, was nicht? – dhz.net

Beitrag empfehlen:

Brexit-Folgen: Düstere Aussichten für deutsche Zulieferer

Der Brexit wird viele Unternehmen vor Schwierigkeiten stellen, auf beiden Seiten des Ärmelkanals. Zu den größten Verlierern dürften aber die deutschen Automobilzulieferer gehören. Die Branche, zu denen Konzerne wie Bosch oder Continental zählen, müsste im Vergleich zu einem No-Brexit-Szenario mit Umsatzeinbußen in Höhe von 3,8 Milliarden Euro rechnen. Zu diesem Schluss kommen die Experten der Unternehmensberatung Deloitte in einer aktuellen Studie.Ihre Hochrechnungen sind erschreckend. Das Szenario: Wenn sich Großbritannien ohne ein Freihandelsabkommen aus der EU verabschiedet und die geltenden Zölle für Länder der Welthandelsorganisation WTO in Kraft treten, sind etwa 14.000 Arbeitsplätze der deutschen Automobilzulieferer in Gefahr.

Quelle: Brexit-Folgen: Düstere Aussichten für deutsche Zulieferer

Beitrag empfehlen:

Löhne: Tarifbeschäftigte machen 2017 nur kleines Plus – SPIEGEL ONLINE

ie Reallöhne der Tarifbeschäftigten in Deutschland sind 2017 geringer gestiegen als in den Vorjahren. Die Löhne und Gehälter der rund 17 Millionen tariflich Beschäftigten stiegen nach Angaben des gewerkschaftsnahen WSI-Instituts im gesamtwirtschaftlichen Schnitt nominal um 2,4 Prozent. Ziehe man die Teuerungsrate von 1,8 Prozent ab, bleibe unter dem Strich nur eine Zunahme von 0,6 Prozent.

“Da die Inflationsrate wieder spürbar höher ist, fällt der Reallohnzuwachs 2017 im Vergleich zu den Vorjahren deutlich geringer aus”, sagte WSI-Tarifexperte Thorsten Schulten am Donnerstag. Zwischen 2014 und 2016 seien die Tariflöhne wegen der sehr geringen Preissteigerung real noch zwischen 1,9 und 2,4 Prozent geklettert – “und haben damit einen wesentlichen Beitrag für den ökonomischen Aufschwung in Deutschland gelegt”.

Je nach Branche gab es große Unterschiede. Bezogen auf das Kalenderjahr 2017 lag die Tarifsteigerung mit nominal 3,1 Prozent in der Textil- und Bekleidungsindustrie am höchsten, gefolgt vom Metallhandwerk mit 3,0 Prozent.

Über dem Durchschnitt lagen die Tariferhöhungen auch im Öffentlichen Dienst und im Gastgewerbe mit je 2,7 Prozent, der Chemischen Industrie mit 2,6 Prozent sowie der Metallindustrie mit 2,5 Prozent. Weit unterdurchschnittliche Erhöhungen zwischen 1,5 und 1,1 Prozent gab es in der Holz- und Kunststoffverarbeitenden Industrie, dem Großhandel, bei der Deutschen Post sowie beim Bankgewerbe.

“Angesichts der guten Konjunkturentwicklung und der relativ niedrigen Arbeitslosigkeit deuten die Zeichen der bereits begonnenen Tarifrunde 2018 eindeutig auf eine expansivere Lohnpolitik”, sagte Schulten. Im Konflikt der Metall- und Elektroindustrie macht die IG Metall mit massiven Warnstreiks vor der dritten Verhandlungsrunde Druck auf die Arbeitgeber.

Am Donnerstag starten in Baden-Württemberg neue Gespräche. Die IG Metall will für die rund 3,9 Millionen Beschäftigten sechs Prozent mehr Lohn, während die Arbeitgeber zuletzt zwei Prozent mehr boten und eine Einmalzahlung.

.

Quelle: Löhne: Tarifbeschäftigte machen 2017 nur kleines Plus – SPIEGEL ONLINE

Beitrag empfehlen:

Neue Erhebungen: Die Liebe der Deutschen zur Familie

Deutschland altert, Arbeitgeber ächzen unter dem demographischen Wandel. Doch daraus den Schluss zu ziehen, dass die Familiengründung bei den Deutschen unbeliebt geworden sei, wäre ein Fehler. Im Gegenteil: Die Familie nimmt in den Präferenzen der Deutschen einen ungebrochen hohen Stellenwert ein; darauf deuten mehrere aktuelle Erhebungen hin. Beruflicher Ehrgeiz und Karriereziele treten dagegen in den Hintergrund.Nadine BösNadine BösRedakteurin in der Wirtschaft. F.A.Z. Twitter Google+Zwar werden die Deutschen tendenziell immer später Eltern, doch führt das nicht dazu, dass sie generell auf eine eigene Familie verzichten. Das Statistische Bundesamt hat in einem aktuellen Aufsatz Mikrozensus-Zahlen ausgewertet und festgestellt, dass die wenigsten Frauen zum Zeitpunkt ihres 40. Geburtstags kinderlos sind. Der Anteil der Frauen der Geburtsjahrgänge 1970 bis 1974, die im Alter von 40 Jahren als Mutter in einer Familie lebten, ist mit drei Vierteln ähnlich hoch wie 15 Jahre zuvor, also bei der Betrachtung der Geburtsjahrgänge 1955 bis 1959 zum Zeitpunkt ihres 40. Geburtstags. „Die Lust der Deutschen, eine Familie zu gründen, ist ungebrochen“, sagt Tim Hochgürtel, Autor des Papiers. „Allerdings findet die Familiengründung heute etwas später im Leben statt.“Eine kürzlich veröffentlichte repräsentative Umfrage des Marktforschungsunternehmens Kantar Emnid unter 3200 Deutschen stützt Hochgürtels Ergebnis: Ein heiles Familienleben zu führen ist demnach – zusammen mit der Gesundheit – das mit Abstand wichtigste Lebensziel. 43 Prozent der Befragten nannten die Familie an erster Stelle. Wohlstand und beruflicher Erfolg sind nur für eine kleine Minderheit das Wichtigste. Sechs Prozent nannten einen guten Lebensstandard als oberstes Ziel, beruflicher Erfolg kam dahinter.

Folgen Sie bitte dem Link, um den vollständigen Inhalt lesen zu können.

 

Quelle: Neue Erhebungen: Die Liebe der Deutschen zur Familie

Beitrag empfehlen:

Die 7 häufigsten Motivationskiller – dhz.net

Firmenwagen, Diensthandy, Wellness-Gutscheine: In Zeiten des Fachkräftemangels lassen sich viele Unternehmen immer mehr und immer teurere Benefits einfallen, um Mitarbeiter zu werben und zu halten. Dabei sind teure Anreize zur Mitarbeitermotivation in vielen Fällen gar nicht notwendig, denn meistens bringen die Mitarbeiter eine gesunde Portion Eigenmotivation mit. Doch allzu oft nehmen Vorgesetzte ihren Mitarbeitern die Freude an der Arbeit und ersticken ihre Motivation im Keim, indem sie vermeidbare Fehler

Folgen Sie bitte dem Link, um den vollständigen Inhalt lesen zu können.

 

Quelle: Die 7 häufigsten Motivationskiller – dhz.net

Beitrag empfehlen:

Shitstorm: Wie reagieren Handwerker richtig? – dhz.net

Kein Tag ohne neue Gehässigkeiten in den sozialen Medien. Nicht nur Großkonzerne werden auf Facebook regelmäßig zur Zielscheibe, auch Handwerksbetriebe werden immer öfter von einem wütenden Online-Mob heimgesucht. Wie können sie sich wehren? Von Sebastian Wolking Shitstorm Wer mit seinem Firmenprofil in den sozialen Netzwerken unterwegs ist, sollte darauf achten, was er postet. Vor Shitstorms sind auch Handwerksbetriebe nicht geschützt, wie einige Beispiele zeigen. – © PhotoSG – stock.adobe.com Weitere

Folgen Sie bitte dem Link, um den vollständigen Inhalt lesen zu können.

 

Quelle: Shitstorm: Wie reagieren Handwerker richtig? – dhz.net

Beitrag empfehlen:

Elterngeld Plus: Beliebte Auszeit in Teilzeit – dhz.net

Wer ein Kind bekommt, kann Elterngeld oder Elterngeld Plus beantragen. Letzteres erlaubt das Weiterarbeiten in Teilzeit und genau das ist immer beliebter. Das zeigt die aktuelle Bilanz des Bundesfamilienministeriums. Das gilt bei der bezahlten Auszeit vom Job. ElterngeldPlus Auch Selbstständige können das “ElterngeldPlus” beantragen. – © detailblick-foto/Fotolia.com Weitere Beiträge zu diesem Artikel Wechsel in Teilzeit: Das gilt rechtlich Mutterschutzgesetz: Das gilt ab 2018 Elternzeit:

Folgen Sie bitte dem Link, um den vollständigen Inhalt lesen zu können.

 

Quelle: Elterngeld Plus: Beliebte Auszeit in Teilzeit – dhz.net

Beitrag empfehlen:

Diensthandy: Was ist erlaubt und was nicht? – dhz.net

Jeder fünfte Arbeitnehmer in Deutschland besitzt ein Diensthandy. Doch was dürfen Mitarbeiter mit dem Diensthandy machen und was nicht? Können Messenger-Dienste wie WhatsApp risikolos genutzt werden? Wichtige Fragen zum Umgang mit dem Diensthandy. Wichtige Fragen zur Nutzung eines Diensthandys Wer die vereinbarten Regeln zwischen Chef und Mitarbeiter nicht einhält, handelt sich schnell Ärger ein. Deshalb müssen wichtige Fragen zum Umgang mit dem Diensthandy vorab geklärt werden. – © Robert Kneschke/Fotoli

Folgen Sie bitte dem Link, um den vollständigen Inhalt lesen zu können.

 

Quelle: Diensthandy: Was ist erlaubt und was nicht? – dhz.net

Beitrag empfehlen:

Neues Werkvertragsrecht: Das gilt seit 1. Januar 2018 – dhz.net

Der Gesetzgeber hat im Frühjahr 2017 entschieden, das derzeit bestehende Werkvertragsrecht zu reformieren und insbesondere an die Besonderheiten des Bauvertrags anzupassen. Das Ergebnis ist die größte Reform des Werkvertragsrecht seit des über 120-jährigen Bestehens des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB). In die neuen §§ 631 ff. BGB wurden dabei insbesondere verschiedene Regelungen explizit für den Bau- bzw. Verbraucherbauvertrag aufgenommen. Aber auch der Architekten- und Bauträgervertrag wird gesetzlich neu g

Folgen Sie bitte dem Link, um den vollständigen Inhalt lesen zu können.

 

Quelle: Neues Werkvertragsrecht: Das gilt seit 1. Januar 2018 – dhz.net

Beitrag empfehlen:

Ihr Geburtsgewicht interessiert uns nicht.

Damit wollen wir sagen, dass es Informationen aus Ihrer Vergangenheit gibt, die nicht wirklich für Ihre berufliche Entwicklung entscheidend sind. Das Geburtsgewicht ist ebenso uninteressant, wie der Besuch der Hauptschule oder des Kindergartens.

Interessant für Unternehmen sind Ihre aktuellen Kenntnisse, was Sie damit jetzt anfangen und wie Sie sich weitere Entwicklung vorstellen.

Machen Sie sich bitte keine Illusionen: Kein Personaler beschäftigt sich mehr als wenige Minuten mit Ihrem Lebenslauf. Deswegen ist es besonders wichtig, dass dem Leser besonders wichtige Informationen sofort ins Auge springen.

In der Regel wird die aktuelle oder letzte berufliche Station für den Personaler das Interessanteste sein. Der Leser möchte wissen, was Sie derzeit in Ihrem Job leisten und wie weit Sie es gebracht haben. Deshalb sollte sich der jüngste Teil Ihrer Berufspraxis auf der ersten Seite Ihres Lebenslaufs befinden. Genau das wird durch die umgekehrte Chronologie sichergestellt.

Sie wissen, dass auch berufserfahrene Kandidaten die Länge des Lebenslaufes auf möglichst 2 Seiten beschränken sollen. Deswegen sollten Sie auch prüfen, ob Sie wirklich jede Weiterbildung oder andere Details im Lebenslauf aufführen.

Ganz besonderes Augenmerk gilt hier für Veranstaltungen, an denen man nur eine Teilnahmebescheinigung ausgehändigt bekommt. Es wird Ihnen nur die Teilnahme bescheinigt und kein Wissen bestätigt.

Und ob Sie vor 5 Jahren an einem Kurs in MS-Word teilgenommen haben, ist auch nicht wirklich wichtig, zumal Arbeitgeber davon ausgehen, dass die Beherrschung aktueller Betriebssysteme und Anwendungsprogramme angenommen werden kann.

Zuletzt noch etwas aus dem Bereich Lebenslauf, der gerne genommen wird:

Geboren am 14.03.1962, in Musterstadt, Bayern/Deutschland
Familienstand: geschieden, 3 Kinder
Religion: katholisch

Gibt es ein Gesetz oder eine Vorschrift, die besagt, das diese teils “sprengstoffartigen” Aussagen in einem Lebenslauf aufzuführen sind?

 

Beitrag empfehlen:

Arbeiten im Ausland: Mehr Hürden fürs Handwerk ab 2018

Arbeiten in Frankreich und der Schweiz wird für Betriebe ab 2018 weiter erschwert. Mehr Bürokratie, Gebühren für die Entsendung, verpflichtende Bareinlagen oder Bürgschaften: Das erwartet das Handwerk. Von Daniela Lorenz Handwerksarbeiten in Frankreich oder der Schweiz Handwerksarbeiten in Frankreich oder der Schweiz zu übernehmen, wird ab 2018 mit noch mehr Bürokratie verknüpft. –

Folgen Sie bitte dem Link, um den vollständigen Inhalt lesen zu können.

 

Quelle: Arbeiten im Ausland: Mehr Hürden fürs Handwerk ab 2018 – dhz.net

Beitrag empfehlen:

„Schlaraffenland ist abgebrannt“

Viele Unternehmen haben immer öfter Probleme, die richtigen Mitarbeiter zu finden. Im Gegenzug hat ein Gros der Angestellten bereits innerlich gekündigt. Die Wechselbereitschaft ist groß. Mit jedem Mitarbeiter, der geht, verliert ein Unternehmen wertvolles Wissen. Ein Gespräch mit dem Autor und Berater Edgar Geffroy über die neue Macht der Mitarbeiter und darüber, wie Unternehmen dem Exodus entgegenwirken können.

Herr Geffroy, Sie schreiben für die Arbeitswelt 4.0 braucht es Wissenskrieger. Wer soll das sein?

Ein Wissenskrieger verfügt über Expertenwissen. Er kann auf seinem Gebiet sein Wissen wie in einem Krieg einsetzen. Man muss das Wissen dieser Krieger, die Mut und Willen haben, speichern, halten und an den richtigen Stellen einsetzen. Wissensmacht schlägt Geldmacht.

Warum ist, wie Sie sagen, der Mitarbeiter der wichtigste Kunde eines Unternehmens?

Der Mitarbeiter weiß, was der Kunde braucht, bevor dieser es selbst weiß – das macht den entscheidenden Unterschied. Big Data wird dabei überbetont. Das Wissen entsteht und sitzt immer noch in den Köpfen der Mitarbeiter. Das muss man aktivieren und Sie müssen die Mitarbeiter motivieren, ihr Wissen zu teilen.

Folgen Sie bitte dem Link, um den vollständigen Inhalt lesen zu können.

 

Quelle: „Schlaraffenland ist abgebrannt“

Beitrag empfehlen:

Fachkräftemangel sorgt auch 2018 für mehr Gehalt | Arbeit und Arbeitsrecht

Der Wachstumstrend beim Lohn wird sich laut den Vergütungsexperten von Compensation Partner auch 2018 weiterhin fortsetzen. Der Fachkräftemangel sorgt für steigende Gehälter auf breiter Front. Ein Ende ist nicht in Sicht – solange die Wirtschaft brummt.Ingenieure, Mediziner, IT-Speziallisten, sowie qualifizierte Mitarbeiter in den Bereichen Vertrieb, Rechnungswesen und Controlling, Einkauf oder Qualitätswesen dürfen mit Gehaltssteigerungen von 3,2 und 4,4 % rechnen. Für Beschäftigte in den unteren Einkommensklassen prognostizieren die Analysten ein Gehaltsplus von unter 2 %.Der überwiegende Teil der Gehaltssteigerung entfällt auf Fachkräfte, die von den Arbeitgebern heiß umworben werden. Verfügen Bewerber über Berufserfahrung und sind zudem flexibel, was Ort und Arbeitsweise betrifft, so stehen sie oftmals nur für ein Gehalt von 10 bis 20 % oberhalb des gewohnten Vergütungsniveaus zur Verfügung.In vielen Fällen sind die geforderten Gehälter mit dem Lohnniveau eines Unternehmens nicht kompatibel. Firmen, die eine höhere Vergütung nicht zahlen wollen oder können, sind nicht in der Lage, ihre offenen Positionen zu besetzen. Sie können ihr mögliches Wachstum nicht ausschöpfen. Einen kleinen Ausweg sehen die Experten im Einsatz von variablen Vergütungsbestandteilen. In vielen Fällen ist diese Alternative möglich und sinnvoll, aber auch längst nicht überall umsetzbar, denn mit der Ausweitung der variablen Vergütung steigt auch der Verwaltungsaufwand.Heute entwickeln sich die Löhne ähnlich schnell wie nach den Boomjahren 1999 und 2011/12. In erster Linie betraf das 1999 allerdings die IT-Branche. Nach 2009 erholten sich die Gehälter von den Einbußen, verursacht durch die Finanzkrise, und beruhigten sich wieder.

Quelle: Fachkräftemangel sorgt auch 2018 für mehr Gehalt | Arbeit und Arbeitsrecht

Beitrag empfehlen:

Weihnachtsgeld, Betriebsrente, Weiterbildung: Die wichtigsten Zusatzleistungen für Mitarbeiter

Beschränkten sich Zusatzleistungen früher auf materielle Vorzüge wie Firmenwagen und Weihnachtsgeld, so reicht die Liste heute deutlich weiter, auch ausgefallene Zusatzleistungen wie Geburtstagsurlaub oder Ruheräume werden angeboten. Das geht aus einer Analyse der Metajobsuchmaschine Joblift hervor, die alle rund 17 Millionen Online-Jobanzeigen der letzten 24 Monate auf Zusatzleistungen untersuchte.

Folgen Sie bitte dem Link, um den vollständigen Inhalt lesen zu können.

 

Quelle: Weihnachtsgeld, Betriebsrente, Weiterbildung: Die wichtigsten Zusatzleistungen für Mitarbeiter – cio.de

Beitrag empfehlen:

Busfahrer für Betriebe nur noch schwer zu finden

Die Busunternehmen in Deutschland haben zunehmend Probleme, noch neue Fahrer zu finden. „Wir haben in vielen Regionen praktisch keine Arbeitslosen mehr, die sich auf offene Stellen bewerben könnten“, sagte Karl Hülsmann, Präsident des Bundesverbands Deutscher Omnibusunternehmer, der Deutschen Presse-Agentur. Und bis sich Flüchtlinge ans Steuer setzen können, sei es noch ein weiter Weg.Der Bedarf ist groß, weil viele der bundesweit rund 103.000 Busfahrer schon vergleichsweise alt sind und zudem noch immer Personal für den wachsenden Fernbus-Markt gebraucht wird. Die Branche wirbt zwar mit einer verantwortungsvollen Tätigkeit, Abwechslungsreichtum und einem sicheren Arbeitsplatz. Hülsmann sagte aber auch: „Es gibt vielleicht auch bequemere Arbeiten.“

Quelle: Busfahrer für Betriebe nur noch schwer zu finden

Beitrag empfehlen:

Deutsche Bahn sucht Lokführer

Früher war es der Traumberuf vieler Jungen, seit Langem aber sind Lokführer zu einer heiß begehrten Mangelware geworden. In kaum einem Beruf ist die Vakanzzeit mit im Moment 132 Tagen so groß wie bei Lokomotivführern. So groß war die Not, dass vor gut einem Jahr selbst Regionalbahnen etwa in Hamburg, Bremen oder Stuttgart ausfallen mussten, nicht nur einmalig, sondern teils für Wochen. Zum Personalmangel kamen oft gehäufte Krankheitsfälle – wie in den vergangenen Tagen bei der Cantus-Bahn, die Fahrten in Nordhessen, Südniedersachsen und Thüringen streichen musste.Verstärkte Anstrengungen unternehmen die Deutsche Bahn und ihre Mitbewerber seit geraumer Zeit, um Nachwuchs und vermehrt auch Quereinsteiger zu gewinnen. Trotz erster Erfolge bleibt es eng, und selbstfahrende Züge ohne Personal im Führerstand sind vorerst wohl die absolute Ausnahme.

Quelle: Deutsche Bahn sucht Lokführer

Beitrag empfehlen:

Arbeitssuchende sollten alle Tassen im Schrank haben.

Bei der Vielfalt der Kaffeevariationen sollten Café-Betreiber gut vorbereitet sein und alle Tassen im Schrank haben. Wenn nicht, gehen einem die Gäste oder der ganze Job auf die Nerven. Und das kann man vermeiden.

Wenn Sie sich um einen Arbeitsplatz bewerben, kann es Ihnen ähnlich ergehen. Deswegen empfehlen wir Ihnen sich schon vorher gut vorzubereiten, denn schließlich sollen Sie sich mit einem guten Gefühl bewerben und nicht immer warten, bis sich die nächste Überraschung bei Ihnen einstellt.

In unserem Beitrag „Bewerbung: und ab geht die Post“, beschrieben wir den Versand von Bewerbungen per E-Mail.

In vielen Unternehmen finden Sie allerdings auch sogenannte Bewerberportale, oft mehr gehasst, als geliebt, weil Sie – je nach Gestaltung – den Bewerbungsprozess umständlich gestaltet. Meine Meinung hierzu ist folgende:

Selbstverständlich kann jeder Eintrag in ein Bewerberportal eine Chance auf einen Job bedeuten. Da diese Software aber immer günstiger wird, besteht auch die Gefahr, dass man ein Opfer der Sammelleidenschaft von Daten wird.Und so, wie man sich nicht überall in einen Newsletterverteiler einträgt, tut man es mit seiner Bewerbung auch nicht.

Wenn Sie jetzt eine Hilfe von mir erwarten, wird es schwierig. Ich schaue mir solche Unternehmen genauer an und entwickele ein Gefühl für das Unternehmen.
Eine einfach gestaltete Homepage, mit Standardinformationen über ein Unternehmen, ohne jeglichen weiteren Mehrwert für Sie als Bewerber könnte so ein Indiz sein, das man sich hier nicht einträgt.

Doch gehen wir davon aus, Sie wollen sich in einem Bewerberportal registrieren, haben Sie mit unserer Anleitung aus dem Beitrag „Bewerbung: und ab geht die Post“ schon fast die halbe Arbeit erledigt.

Neben den üblichen Eintrag Ihrer persönlichen Daten finden Sie ein Textfeld vor. In dieses könnten Sie auf jeden Fall den Inhalt Ihres Anschreibens kopieren. Damit machen Sie nichts falsch.

Danach kann es sein, dass man nur ein Feld zum Upload einer Datei (Bewerbung) hat, oder man kann das Anschreiben, den Lebenslauf und die Anhänge jeweils extra hochladen.Viele Möglichkeiten gibt es nicht und auf die, können Sie sich vorbereiten.

Wenn Sie also Ihre komplette Bewerbungsdatei in diese Bestandteile zerlegen, müssen Sie diese Dateien nur noch so benennen, dass sie in einem Unternehmen jederzeit schnell gefunden werden. Hierfür empfiehlt sich dann „Anschreiben-Nachname-Vorname“, „Lebenslauf-Nachname-Vorname“ und „Anlagen-Nachname-Vorname“.

Gut vorbereitet sind also Bewerbungen in einem Bewerberportal auch keine Hexerei und in wenigen Minuten erledigt.

Beitrag empfehlen:

Bewerbungen aus der Konservendose, oder: wir lassen uns helfen, bis wir dumm sind

Immer öfter bekommen wir Bewerbungen auf den Tisch, die wir anscheinend schon einmal gesehen haben. Der Beruf und die persönlichen Daten haben sich geändert, aber formal und inhaltlich, lässt alles sehr zu wünschen übrig. Und ganz nebenbei ist es  verständlich, das solche Bewerbungen kaum zu einem Erfolg führen.

Was ist passiert?
Viele unter uns meinen, es würde reichen, wenn man sich eine Vorlage aus dem Internet besorgt, ändert ein paar Kleinigkeiten und schickt die Papiere nach einem weiteren Blick darüber los. Besonders gefährlich dabei ist die Tatsache, wie leichtgläubig Bewerber den Quellen gegenüber sind.

Stellen Sie sich alternativ doch einmal vor, Sie wollen ein Haus bauen, besorgen sich irgendeinen Plan von einem Bastler aus dem Internet und bauen das Haus nach. Nach 3 Monaten fällt Ihnen das dach auf den Kopf und der Gutachter bescheinigt, das die Statik auf dem Bauplan nicht ausreichend war.

Kommen wir zurück zum Thema Bewerbung, um beim Thema zu bleiben.
Sehr oft erklären uns Bewerber, Sie hätten Vorlagen von Xing-ProJobs benutzt. Ja, genau denen kann man ja vertrauen. Oder? Es sind aber auch noch genügend andere Quellen zu finden, wo Ihnen geholfen wird, damit Leser Ihrer Bewerbung so bedenkliche Sätze, wie:

“Besonders hervorheben möchte ich hierbei meine Zuverlässigkeit, mein Verantwortungsbewusstsein, und eine engagierte und ausdauernde Arbeitsweise. Frühere Kollegen und Vorgesetzte haben an mir ge­schätzt, dass ich als Mitarbeiter flexibel, motiviert und aufgeschlossen bin. Darüber hinaus zeichne ich mich durch ausgeprägte Kommunikationsstärke, hohe soziale Kompetenz, außergewöhnliche Einsatz­bereitschaft und ausgeprägte Überzeugungsfähigkeit aus.”

Ihren Unterlagen entnehmen können.

Sie sollten Sich die Frage stellen, ob Sie sich solche Bewerbungen leisten können, denn schließlich gehts um Ihr Einkommen und auch dem Spaß an der Arbeit.

Denken Sie doch einfach ganz entspannt darüber nach.

Und wenn Sie mit uns über Ihre Bewerbung sprechen wollen, dann freuen wir uns über deren Zusendung.

Beitrag empfehlen:

Bewerbung: und ab die Post

Wenn ein Unternehmen Personal einstellt, dann einzig und allein, weil man Hilfe benötigt, um zusätzliche Aufträge zu erledigen, oder um überstrapaziertes Personal zu entlasten. Man erwartet von Bewerbern also, dass einem Arbeit abgenommen wird. Mit Ihrer Bewerbung bekommen Sie die erste Gelegenheit zu beweisen, dass Sie es können. Wie es Ihnen gelingt zu zeigen, dass Sie sich mit Soft- und Hardware auskennen, organisiert arbeiten können und dabei dem Leser nicht nur die Arbeit erleichtern, sondern ihm auch noch Zeit sparen, erfahren Sie von uns.

Bitte beachten Sie, dass wir an dieser Stelle nur den Versand der Unterlagen besprechen und wir davon ausgehen, dass Ihre Bewerbungsunterlagen inhaltlich in Ordnung sind.

Davon ausgehend, dass Sie sich per E-Mail bewerben gilt:

  1. Sie haben die richtige E-Mailadresse ausgewählt?
  2. Geben Sie im „Betreff“ eine möglichst kompakte Angabe ein, aus der man erkennen kann, dass es sich bei Ihrer Mail um eine Bewerbung handelt. Vorteilhaft wäre eine Bezeichnung wie „Bewerbung Nachname Vorname“, weil man Ihre Mail so später ganz leicht wiederfinden kann. Falls vorhanden, können Sie noch eine „Referenznummer“ angeben, die die Zuordnung erleichtert.
  3. Im Textfeld der E-Mail sollten Sie den Text aus Ihrem Anschreiben einfügen.
  4. Vergessen Sie nicht unter den Abschiedsgruß Ihre vollständige E-Mail-Signatur zu setzen. Diese beinhaltet Vornamen, Nachname, Straße und Hausnummer, PLZ und Ort, sowie Ihre Telefonnummern und Ihre E-Mailadresse.
  5. Ist das erledigt, müssen Sie noch Ihre Bewerbungsunterlagen beifügen. Beachten Sie, dass diese Unterlagen grundsätzlich als PDF-Datei verschickt werden, außer das Unternehmen wünscht andere Formate.
  6. Versenden Sie auf keinen Fall einzelne Dateien, sondern packen alle Dokumente in eine PDF-Datei.
  7. Diese PDF enthält folgende Dokumente: Anschreiben, Lebenslauf und die Zeugnisse. Ein Deckblatt oder Anlagenverzeichnis ist optional, also kein Muss.
  8. Benennen Sie diese PDF-Datei ganz eindeutig. Viele begehen den Fehler und nennen die Datei ganz einfach „Bewerbung“. Bevorzugen Sie lieber „Bewerbung-Nachname-Vorname“.
  9. Kommen wir jetzt zur Größe der E-Mail. Auch wenn anscheinend unendlich Platz zur Verfügung steht, sollte Ihre E-Mail nicht größer als 4-6 MB sein. Das geht auch, wenn Ihre Unterlagen aus 10 oder mehr Seiten bestehen.
  10. Wenn Sie nun der Meinung sind, alles richtig gemacht zu haben, können Sie auf „absenden“ drücken, wenn nicht noch eine ganze Kleinigkeit zu beachten wäre.
  11. Es gibt sehr gute Gründe, E-Mails zu „normalen“ Arbeitszeiten zu versenden.

Wenn Sie dies alles beachten, dann können Sie sicher sein, einen ersten positiven Eindruck hinterlassen zu haben.

Beitrag empfehlen:

Harte Arbeit, nein danke! Faule Menschen sind intelligent, erfolgreich und glücklich

Lautet das neue Credo: Füße hochlegen und dem Nichtstun verfallen? Es klingt beinahe zu schön, um wahr zu sein: Faulheit soll erfolgreich machen. Wofür also noch Überstunden schieben, in Hektik verfallen oder sich beim Projekt anstrengen? Müssen Sie überhaupt noch zur Arbeit gehen? Wenn Faulheit angeblich erfolgreich macht, wieso kuscheln Sie sich dann nicht einfach auf dem heimischen Sofa ein und warten, bis der Erfolg an die Türe klopft? Ganz so einfach ist es leider nicht. Ja, Sie sollen faul sein, Ih

Folgen Sie bitte dem Link, um den vollständigen Inhalt lesen zu können.

 

Quelle: Harte Arbeit, nein danke! Faule Menschen sind intelligent, erfolgreich und glücklich » arbeits-abc.de

Beitrag empfehlen:

Das Übel des Anschreibens………………

Das Anschreiben empfinden Bewerber oft als größte Hürde. Wir verraten Ihnen, in welche Formulierungsfallen Sie nicht tappen sollen.

Das Übel beginnt oft so. Sätze wie …

  • Hiermit bewerbe ich mich
  • mit großem Interesse habe ich Ihre Anzeige gelesen und möchte mich hiermit auf die ausgeschriebene Stelle als XYZ bewerben
  • Ihre Stellenanzeige hat sofort mein Interesse geweckt
  • mein Interesse wurde sofort durch die Betonung auf die Qualität der Produkte und das beeindruckende internationale Netzwerk des Unternehmens geweckt
  • Ich bin sicher, dass ich der Richtige für Sie bin.
  • …das traditionsreiche Unternehmen für Tiernahrung in Deutschland – stellt sich mir als ein äußerst attraktiver Arbeitgeber dar
  • …darüber hinaus ist das Arbeitsfeld Altersgerechte Ernährung für Senioren aus meiner Sicht eine der wesentlichen gesellschaftlichen Aufgaben der nächsten Jahre
  • Darüber hinaus konnte ich meine hervorragende Ausdrucksweise in zahlreichen Projektarbeiten und meiner Bachelor Thesis zeigen, was sich in den sehr guten Ergebnissen wiederspiegelt
  • Die gesammelten Erfahrungen aus Praktika, Nebenjobs und außeruniversitärem Engagement prägen mein sicheres und authentisches Auftreten.
  • Zu meinen weiteren Stärken zählen Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit und Organisationsvermögen.
  • Des Weiteren konnte ich im Laufe des Studiums ein grundlegendes Verständnis in einer Vielzahl verschiedener Richtungen in diversen Prüfungen beweisen.
  • Durch die Teilnahme an unterschiedlichen IT-Kursen konnte ich außerdem meine Affinität zur elektronischen Datenverarbeitung schulen
  • Meiner Meinung nach konnte ich mir Qualifikationen und Kenntnisse aneignen, welche sich in großem Maße mit Ihrem Anforderungsprofil decken.
  • …werde ich oft mit den unterschiedlichsten Herausforderungen konfrontiert
  • …weckt in mir den Wunsch nach einer Beschäftigung in Ihrem Haus
  • ..Ihre Reputation als international anerkanntes Unternehmen und als fairer Arbeitgeber…

sollten Sie auf jeden Fall weglassen.

Kurz, knapp, präzise, anforderungsbezogen

Je einfacher Sie es Ihren Lesern machen, das richtige Bild von Ihnen zu bekommen, desto erfolgreicher werden Sie mit Ihrem Anschreiben sein.

Nochmals zur Erinnerung: Unternehmen erwarten, dass Sie sachbezogen begründen, warum Sie für diesen Job der oder die Richtige sind. Personaler erwarten nicht bemühte Originalität, plumpes Anbiedern oder den perfekten Marketingflyer.

Mit der Vorgehensweise, nur die für die jeweilige Position relevanten Erfahrungen und Erfolge zu beschreiben, werden Sie sich von der “breiten Masse abheben”.

Beitrag empfehlen:

Sprachkenntnisse im Lebenslauf richtig einstufen und angeben

Sprachkenntnisse im Lebenslauf richtig einstufen und angeben

“Ich spreche Niveau B2 und schreibe B1”: Ja, es stimmt deutsche Bewerber und Arbeitnehmer sind dafür beliebt, aber leider manchmal auch gefürchtet, dass sie für alles die richtige Vorschrift, Regel und am lieben Norm (DIN) suchen. Allerdings bleibt die inhaltliche Überzeugungskraft gelegentlich dann doch auf der Strecke.

Dies sollte Ihnen bei der Angabe, Auflistung und Bewertung Ihrer Fremdsprachenkenntnisse jedoch auf gar keinen Fall passieren. Schließlich wollen Sie sich nicht ungewollt unter Wert verkaufen und vorzeitig aussortiert werden, weil Sie unbedacht eine ungünstige Darstellungsweise gewählt haben.

Um für mehr Klarheit zu sorgen, kann auch der Gemeinsame Europäische Referenzrahmen (GER) für die Einstufung von Sprachkenntnissen eingesetzt werden. In dieser knappen Form ohne weitere Erläuterung klingen die Angaben jedoch etwas blutleer.

Um sicher zu gehen, dass man Ihre Angaben versteht, ergänzen Sie doch ganz einfach die Ziffern und beschreiben die Sprachkenntnisse mit knappen Worten.

Gemeinsamer Europäischer Refenzrahmen mit Erläuterungen!

  • Da also nicht alle Personalverantwortlichen, künftigen Fachvorgesetzten oder Headhunter mit dem Gemeinsamen Europäischen Referenzrahmen/GER vertraut sind, können Sie die formalen Angaben des GER auch durch erläuternde Beschreibungen ergänzen:
16.
Englisch: C2 – verhandlungssicher in Wort und Schrift
17.
Englisch: C1 – fließend in Wort und Schrift
18.
Englisch: B2 – fließend
19.
Englisch: B1 – konversationssicher
20.
Englisch: A2 – gute Grundkenntnisse
21.
Englisch: A1 – Grundkenntnisse

Hier sind die Einstufungen nochmals detaillierter dargestellt:

A1 – Anfänger

Kann vertraute, alltägliche Ausdrücke und ganz einfache Sätze verstehen und verwenden, die auf die Befriedigung konkreter Bedürfnisse zielen. Kann sich und andere vorstellen und anderen Leuten Fragen zu ihrer Person stellen – z. B. wo sie wohnen, was für Leute sie kennen oder was für Dinge sie haben – und kann auf Fragen dieser Art Antwort geben. Kann sich auf einfache Art verständigen, wenn die Gesprächspartnerinnen oder Gesprächspartner langsam und deutlich sprechen und bereit sind zu helfen.

A2 – Grundlegende Kenntnisse

Kann Sätze und häufig gebrauchte Ausdrücke verstehen, die mit Bereichen von ganz unmittelbarer Bedeutung zusammenhängen (z. B. Informationen zur Person und zur Familie, Einkaufen, Arbeit, nähere Umgebung). Kann sich in einfachen, routinemäßigen Situationen verständigen, in denen es um einen einfachen und direkten Austausch von Informationen über vertraute und geläufige Dinge geht. Kann mit einfachen Mitteln die eigene Herkunft und Ausbildung, die direkte Umgebung und Dinge im Zusammenhang mit unmittelbaren Bedürfnissen beschreiben.

B1 – Fortgeschrittene Sprachverwendung

Kann die Hauptpunkte verstehen, wenn klare Standardsprache verwendet wird und wenn es um vertraute Dinge aus Arbeit, Schule, Freizeit usw. geht. Kann die meisten Situationen bewältigen, denen man auf Reisen im Sprachgebiet begegnet. Kann sich einfach und zusammenhängend über vertraute Themen und persönliche Interessengebiete äußern. Kann über Erfahrungen und Ereignisse berichten, Träume, Hoffnungen und Ziele beschreiben und zu Plänen und Ansichten kurze Begründungen oder Erklärungen geben.

B2 – Selbständige Sprachverwendung

Kann die Hauptinhalte komplexer Texte zu konkreten und abstrakten Themen verstehen; versteht im eigenen Spezialgebiet auch Fachdiskussionen. Kann sich so spontan und fließend verständigen, dass ein normales Gespräch mit Muttersprachlern ohne größere Anstrengung auf beiden Seiten gut möglich ist. Kann sich zu einem breiten Themenspektrum klar und detailliert ausdrücken, einen Standpunkt zu einer aktuellen Frage erläutern und die Vor- und Nachteile verschiedener Möglichkeiten angeben.

C1 – Fachkundige Sprachkenntnisse

Kann ein breites Spektrum anspruchsvoller, längerer Texte verstehen und auch implizite Bedeutungen erfassen. Kann sich spontan und fließend ausdrücken, ohne öfter deutlich erkennbar nach Worten suchen zu müssen. Kann die Sprache im gesellschaftlichen und beruflichen Leben oder in Ausbildung und Studium wirksam und flexibel gebrauchen. Kann sich klar, strukturiert und ausführlich zu komplexen Sachverhalten äußern und dabei verschiedene Mittel zur Textverknüpfung angemessen verwenden.

C2 – Annähernd muttersprachliche Kenntnisse

Kann praktisch alles, was er/sie liest oder hört, mühelos verstehen. Kann Informationen aus verschiedenen schriftlichen und mündlichen Quellen zusammenfassen und dabei Begründungen und Erklärungen in einer zusammenhängenden Darstellung wiedergeben. Kann sich spontan, sehr flüssig und genau ausdrücken und auch bei komplexeren Sachverhalten feinere Bedeutungsnuancen deutlich machen.

Beitrag empfehlen:

EDV-Kenntnisse im Lebenslauf richtig einstufen und angeben

EDV-Kenntnisse im Lebenslauf richtig einstufen und angeben

In den meisten Berufen werden anwendungssichere EDV- und IT-Kenntnisse in den verschiedensten Schwierigkeitsstufen vorausgesetzt. Leider machen viele Bewerber bei der Angabe der EDV-Kenntnisse im Lebenslauf einige vermeidbare Fehler. Zum einen werden die EDV-Kenntnisse oft erst am Ende des Lebenslaufes versteckt angegeben, und das auch noch viel zu allgemein und ohne Angabe einer aussagekräftigen Kompetenzstufe. Je allgemeiner Sie aber Ihre EDV-Kenntnisse darstellen, desto weniger aussagekräftig sind sie.

Machen Sie sich vor allem die Tatsache bewusst, dass die Mehrzahl Ihrer Mitbewerber über vergleichbare EDV- und IT-Kenntnisse verfügen werden. Sie können sich daher nur mit solchen EDV-Kenntnissen von der Masse der Bewerber abheben, die Sie besonders gut beherrschen und die Sie somit besonders deutlich hervorheben können. Zum anderen neigen viele andere Bewerber dazu, Ihre EDV-Kenntnisse zu umfangreich anzugeben, so dass nicht ersichtlich ist, was die Bewerber nun überdurchschnittlich gut beherrschen. Auch hierbei ist die Konzentration auf das Wesentliche angeraten.

Beispiel für die Darstellung von EDV-Kenntnissen im Lebenslauf

Folgendermaßen kann die übersichtliche und aussagekräftige Darstellung der eigenen EDV-Kenntnisse in einer eigenständigen Rubrik “EDV-Kenntnisse” im Lebenslauf erfolgen, mit einer detaillierten Unterteilung und Einschätzung der EDV-Kenntnisse:

  • Grundkenntnisse
    Fähigkeit, unter Anleitung mit dem Programm oder System Aufgaben auszuführen.
  • Mittlere Kenntnisse
    Fähigkeit, einfache Aufgaben ohne Anleitung mit dem Programm oder System auszuführen.
  • Gute Kenntnisse
    Fähigkeit, anspruchsvollere Aufgaben mit dem Programm oder System selbständig zu lösen.
  • Sehr gute Kenntnisse
    Fähigkeit, mit dem Programm oder System komplexe Probleme und Aufgaben schnell und selbständig zu lösen und andere Personen bei der Anwendung zu unterstützen.
  • Expertenwissen
    Fähigkeit, das Programm oder System in einem Betrieb zu evaluieren, einzurichten, zu betreiben, zu schulen und sehr komplexe Aufgaben damit zu lösen.

Bitte beachten Sie: Falls es sich um sogenannte Software-Pakete handelt, wie MS-Office oder SAP, beschreiben Sie nicht die gesamte Gruppe mit einer Note, sondern führen die einzelnen Module auf. Z.B. Word, Office, Excel, Outlook, SAP IPRO………..

Beitrag empfehlen:

Island: Gleiche Bezahlung für Männer und Frauen per Gesetz

Pünktlich zum Weltfrauentag, an dem weltweit Menschen für die immer noch stark hinkende Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen auf die Straße gingen, beschloss Island gleiche Löhne per Gesetz. Der Inselstaat wird durch diesen Beschluss das erste Land der Welt, das öffentliche und private Unternehmen dazu zwingt, ihren Arbeitnehmern gleiche Gehälter bei gleicher Position zu bezahlen – unabhängig von Geschlecht, Ethnizität, Sexualität oder Nationalität.

Folgen Sie bitte dem Link, um den vollständigen Inhalt lesen zu können.

 

Quelle: Island: Gleiche Bezahlung für Männer und Frauen per Gesetz | NEON

Beitrag empfehlen:

Kursangebot der Jobcenter: Milliardengeschäft auf Kosten von Arbeitslosen und Steuerzahlern

Ein Plattenbau in der Storkower Straße, Hausnummer 158, eine Gehminute vom Jobcenter Pankow entfernt. An der Fassade hängt ein sechs Fenster breites Poster mit der Aufschrift: „Einzelbüro ab 100,- Euro“. Ein Blick auf die Firmentafel am Eingang verrät, wer die Nähe zum Jobcenter schätzt: die Schuldnerhilfe, Sozialrechtsanwälte, Personalvermittlungen, eine MPU-Beratungsstelle zur Wiedererlangung der Fahrerlaubnis.

Drinnen geht man durch lange, dunkle Korridore mit durchnummerierten Türen. Hinter einer davon befinden sich die Schulungsräume von Mikro Partner, ein privates Unternehmen, das Kurse für Arbeitslose im Auftrag der Jobcenter durchführt. In der Sprache der Jobcenter werden solche Kurse MAT (Maßnahmen bei einem Träger) genannt. Den Mitarbeitern der Jobcenter liegt viel dran, dass diese Kurse stets gut besucht sind. Welches Kalkül dahinter steckt, zeigen interne Dokumente und E-Mails sowie Berichte aktiver und ehemaliger Beschäftigter.

In einem internen Protokoll einer Teamleiter-Versammlung der Hamburger Jobcenter wurden die Mitarbeiter etwa angewiesen, „mindestens 60 Prozent“ der für das Jahr 2016 reservierten Kursplätze „innerhalb der 1. Jahreshälfte“ zu belegen. In internen E-Mails eines Hamburger Jobcenters heißt es sogar: „Brandmail an alle Arbeitsvermittler!!! Für die oben genannte MAT sind erst 9 Zuweisungen erfolgt. Ich bitte weitere Zuweisungen vorzunehmen.“ Dass Hamburg kein Einzelfall ist, belegt das Integrationskonzept 2015 des Potsdamer Jobcenters. Hier sollten die Mitarbeiter MATs „monatlich zu 100 %“ belegen. Und auch in Berlin sollen die Kurse voll sein. „Das Jobcenter Berlin Pankow wird Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung für alle Kundinnen und Kunden einkaufen“, heißt es dort im Arbeitsmarkt- und Integrationsprogramm 2017.

An ihrer besonderen Wirksamkeit kann dieser Fokus auf Kurse nicht liegen. Die Statistik der Bundesagentur für Arbeit (BA) macht deutlich, dass Arbeitslose dadurch kaum nachhaltig in Arbeit gebracht werden. Sechs Monate danach sind mehr als zwei Drittel der Teilnehmer noch immer im Hartz-IV-Bezug. Warum ist die Auslastung der Kurse den Jobcentern dann so enorm wichtig?

Es geht um die Interessen der Mitarbeiter

„Ob so ein Kurs den Arbeitslosen etwas bringt, spielt bei der Vergabe keine Rolle“, sagt Petra Friedrichs, eine ehemalige Jobcenter-Mitarbeiterin, die eigentlich anders heißt. „Nicht die Interessen der Arbeitslosen stehen dabei im Mittelpunkt, sondern die der Mitarbeiter“, sagt sie. Das habe eine einfache Erklärung: Arbeitslose, die in einem Kurs stecken, werden in der Arbeitslosenstatistik nicht mitgezählt. Und an der Statistik hängt neben den Erfolgsmeldungen der BA die berufliche Zukunft der Jobcenter-Mitarbeiter auf unterster Ebene – sowie Boni-Zahlungen an ihre Vorgesetzten.

„Erfolgt eine Bewertung der Zielerreichung mit ‘A’ bzw. eine entsprechende individuelle Leistungseinschätzung im Rechtskreis SGB II, kommt eine Leistungsprämie in Höhe von bis zu 20 Prozent des Grundgehalts in Betracht“, heißt es im Handbuch Personalrecht der Arbeitsagentur. Für ein „B“ gibt es 15 Prozent. Diese Prämien stehen verbeamteten Führungskräften zu. Angestellte Führungskräfte erhalten laut Tarifvertrag für ein „A“ eine Prämie von 20 Prozent des Grundgehalts.

Die einfachen Mitarbeiter – Arbeitsvermittler und Fallmanager – bekommen zwar kein Geld für ausgebuchte Kurse. Für sie hängt an den Statistik-Zielen aber oft der Job. „Wer am Ende des Jahres die Note A oder B bekommt, der muss zum Gespräch über eine Beförderung eingeladen werden“, sagt Friedrichs. Wer befristet angestellt sei und ein C oder gar ein D bekommt, gerate in Gefahr, bald selbst Kunde des Jobcenters zu werden.

„Das läuft oft nach dem Motto wenn du noch ein Schippchen drauflegst, sorge ich auch dafür, dass du eine Festanstellung kriegst’“, erklärt Gerd Zimmer, Personalratsvorsitzender des Jobcenters Köln. Vor allem neue Mitarbeiter seien betroffen, die oft befristet angestellt werden. „Wer seine Stelle behalten will, muss der Logik der BA folgen: statistische Zielerreichung durch bedingungslose Loyalität“, sagt Zimmer.

Eigentlich dürfen seit 2013 nur zehn Prozent der Mitarbeiter befristete Verträge haben. „In den Jobcentern in Ballungsräumen gehen die Befristungsquoten aber schon mal auf 30 Prozent“, sagt Zimmer. Zudem konzentrieren sich die Befristungen auf den operativen Bereich, also auf Arbeitsvermittler und Fallmanager – jene, die Kurse an Hartz-IV-Empfänger vergeben. Die Zuteilung von Kursplätzen ist für diese Mitarbeiter ein einfaches Mittel, um die Chancen auf eine Festanstellung oder Beförderung zu erhöhen.

Die Zahlen der BA reflektieren den hohen Wert der Kurse beim Aufbessern der Arbeitslosenstatistik. Zwischen 2013 und 2016 ist die durchschnittliche Zahl der erwerbsfähigen Hartz-IV-Empfänger nahezu konstant geblieben (2013: 4,39 Millionen; 2017: 4,4 Millionen bis einschließlich August). Die Zahl der Hartz-IV-Empfänger, die an Kursen teilnehmen müssen, ist hingegen kontinuierlich gestiegen, von 583.000 im Jahr 2013 auf 748.000 im Jahr 2016. Was eine Zunahme von 28 Prozent ist. Für den Steuerzahler sind die Kosten enorm – und sie steigen kontinuierlich an. Hat die BA im Jahr 2013 noch 463 Millionen Euro für Kurse (MATs) ausgegeben, waren es im vergangenen Jahr 773 Millionen Euro.

Bundesrechnungshof kritisiert Maßnahmenpolitik

Dass es beim Einkauf und der Vergabe der Kurse nicht mit rechten Dingen zugehen kann, ist auch dem Bundesrechnungshof schon aufgefallen. Wie Jobcenter Kurse an Hartz-IV-Empfänger verteilen, gleiche „in einigen Fällen einer Direktvergabe von Gruppenmaßnahmen“, schrieben die Prüfer in einer Mitteilung an das Bundesministerium für Arbeit und Soziales im Jahr 2013. Seither hat der Rechnungshof mehrfach kritisiert, dass die Kurse oft unpassend und nutzlos seien. Und somit Verschwendung.

Eine Umfrage vom Zentrum für Kunden- und Mitarbeiterbefragungen der BA aus diesem Jahr zeigt, dass selbst manche Jobcenter-Mitarbeiter anonym Kritik daran üben. Bei drei der Fragen konnten sie mit freien Kommentaren antworten. Eine Auswahl: „schon im Einkaufprozess klar, dass diese Maßnahmen nicht sinnvoll seien können“ – „Es darf zukünftig keine zentralen Festlegungen mehr seitens der Regionaldirektion geben, wie viele Eintritte in bestimmte Maßnahmen die gE vor Ort einzukaufen hat.“ – „weniger Standardmaßnahmen für Alle“ – „aufhören mit der Idee, dass mehr Geld immer und überall zwingend in mehr Eintritte in Maßnahmen münden muss“.

Dafür, dass sich Hartz-IV-Empfänger nicht gegen die Kurse wehren, ist gesorgt. Schließlich hat jeder Arbeitslose mit dem Jobcenter eine sogenannte Eingliederungsvereinbarung. Darin ist auch festgehalten, dass der Hartz-IV-Empfänger alle Angebote nutzen muss, um seine Arbeitslosigkeit zu beenden. Wer vom Jobcenter also einen Kurs angeboten bekommt, aber diesen ablehnt, verstößt gegen die Eingliederungsvereinbarung.

Als Konsequenz droht eine Sanktion: Diese Strafkürzungen des Existenzminimums erzielen eine zweifache Wirkung. Wer eine Sanktion erhält, gerät schnell in finanzielle Not und wird sich dem nächsten Kursangebot des Jobcenters umso weniger entziehen. Oder er wird zu einem jener Schicksale, die durch weitere Sanktionen ganz aus dem Hartz-IV-Bezug fallen – und aus der Statistik des Jobcenters.

Wer etwa den dreimonatigen Vollzeit-Kurs „Begleitung, Aktivierung, Stabilisierung und Integration“ bei Mikro Partner verweigert, zum Beispiel weil er sich unabhängig um Fortbildung bemüht, muss mit einem solchen Brief vom Jobcenter Pankow rechnen: „Ihr Arbeitslosengeld mindert sich um 122,70 Euro monatlich (…) Sie haben diese Maßnahme trotz Belehrung über die Rechtsfolgen nicht angetreten.“ Seit 2013 haben deutsche Jobcenter jedes Jahr zwischen 900.000 und einer Million derartige Sanktionen ausgesprochen.

So nutzen Fallmanager und Jobvermittler sogar Zwangsmittel, um Kurse zu füllen. Über die Jahre ist so ein Milliardengeschäft entstanden. Private Kursanbieter verkaufen Jobcenter-Mitarbeitern mit den Kursen die „Zielerreichung“. Beide Seiten profitieren. Zum Leidwesen von Arbeitslosen und Steuerzahlern.

Quelle: Kursangebot der Jobcenter: Milliardengeschäft auf Kosten von Arbeitslosen und Steuerzahlern – Wirtschaft – Tagesspiegel

Beitrag empfehlen:

Arbeitslos mit 57: So fand ein Außendienstmitarbeiter einen neuen Job

SPIEGEL ONLINE: Herr Rohrmann, Sie wollten vom Nordkap bis nach Sizilien wandern, um einen Job zu finden. Hat’s geklappt?

Thomas Rohrmann: Mit der Wanderung nicht, aber mit dem Job schon. Ich arbeite seit dem 1. Juli wieder im Vertrieb, und alles passt perfekt. Ich könnte nicht glücklicher sein und bin jetzt im Rückblick sogar froh, dass ich die Wanderung abgebrochen habe. Sonst wäre ich jetzt noch unterwegs und hätte nicht schon seit sechs Monaten eine neue Arbeit.

SPIEGEL ONLINE: Was ist denn beim Wandern passiert?

Rohrmann: Der Start war total chaotisch. Die erste Nacht habe ich am Flughafen verbracht, weil mein Rucksack verschwunden war. Der kam erst am nächsten Morgen mit einem anderen Flieger. Und als ich dann am Nordkap loslaufen wollte, hat mich die Polizei gezwungen, wieder in den Bus nach Honningsvag zu steigen – man darf am Nordkap nämlich nur für Fotos bleiben. Aber das größte Problem war das Wetter.

SPIEGEL ONLINE: Aber Sie waren doch gut ausgerüstet?

Rohrmann: Ja, ich hatte mich eigentlich gut vorbereitet. Ich war auf minus zehn, zwölf Grad eingestellt. Aber es waren dann minus 15 bis 20 Grad. Auch die Einheimischen haben gesagt, dass sie lange keinen solchen Winter erlebt haben. Die dritte oder vierte Nacht war dann so brutal, dass ich gar nicht schlafen konnte in meinem Zelt. An der Hüfte habe ich mir sogar Erfrierungen zugezogen.

SPIEGEL ONLINE: Dann sind Sie hoffentlich zu einem Arzt?

Rohrmann: Das kam erst später (lacht). Aber keine Sorge, ich habe keine bleibenden Schäden davongetragen. Jedenfalls bin ich dann erst mal mit dem Zug nach Schweden. Dort war das Wetter aber auch nicht besser, und so bin ich mit der Fähre zurück nach Deutschland. Die Elbe entlangzulaufen war schon immer ein großer Traum von mir. Und dann spielte plötzlich mein Knie verrückt.

SPIEGEL ONLINE: Mit der Elbwanderung hat es also auch nicht geklappt?

Rohrmann: Nein. Ich war etwa zwei Stunden unterwegs, als mein Knie einfach weggeknickt ist. Da ging gar nichts mehr. Ich bin dann zum nächsten Bahnhof gehumpelt, da hat mir eine nette Polizistin noch einen Verband gemacht, aber für mich war klar: Das wird so nichts. Die Entscheidung ist mir wirklich schwergefallen. Ich hatte fest damit gerechnet, dass nun ein Shitstorm losgeht.

SPIEGEL ONLINE: Und der ist ausgeblieben?

Rohrmann: Erstaunlicherweise ja. Ich habe sogar viele positive Zuschriften bekommen. Trotzdem war ich sehr niedergeschlagen. Die Aktion abzubrechen, war das Schlimmste, was ich mir hatte vorstellen können. Meine Frau hat mich dann langsam wieder aufgebaut. Auch Profis wie Reinhold Messner oder die Huber-Brüder müssen ja manchmal aufgeben. Und das Wichtigste hatte ich ja schon erreicht: Bei mir hatten sich ein halbes Dutzend Arbeitgeber gemeldet.

SPIEGEL ONLINE: Sie haben schon während der Wanderung Jobangebote bekommen?

Rohrmann: Sogar schon davor! Mein jetziger Chef hatte Ihren Artikel auf SPIEGEL ONLINE gelesen und mir direkt danach eine E-Mail geschrieben. Und als ich dann wieder zu Hause war, habe ich mich bei ihm gemeldet, und die Chemie stimmte sofort. Vier fixe Angebote habe ich insgesamt bekommen, das hätte ich nie für möglich gehalten. Einige habe ich sogar weitergegeben. Mir haben ja Hunderte Menschen geschrieben, denen es ähnlich ergangen ist wie mir.

SPIEGEL ONLINE: Was läuft denn da Ihrer Meinung nach schief? Warum finden ältere Arbeitslose und Betriebe nicht zusammen?

Rohrmann: Bei mir haben sich vor allem Chefs oder Personalleiter mittelständischer Unternehmen gemeldet. Von der Existenz der Firma, für die ich jetzt arbeite, hatte ich gar nichts gewusst. Ohne meine Aktion hätten mein Chef und ich uns nie gefunden, obwohl wir ja beide gesucht haben! Ich weiß auch nicht, wie sich dieses Dilemma lösen lässt. Es gibt ja eigentlich schon viele Bewerberplattformen, aber vielleicht wäre eine speziell für ältere Arbeitssuchende sinnvoll.

SPIEGEL ONLINE: Haben Sie denn einen Rat für Menschen, die in einer ähnlichen Situation sind wie Sie?

Rohrmann: Ich würde gar keine Bewerbungen mehr schreiben. Die hat man zwar mit einem Klick schnell abgeschickt, aber die werden auch mit einem Klick wieder gelöscht. Ich würde stattdessen gezielt suchen, welche mittelständischen Firmen aus dem Umkreis zu mir passen könnten und dort einfach mal hinfahren und meinen Lebenslauf abgeben. In kleineren Firmen haben anscheinend schon mehr Chefs erkannt, dass auch Ältere arbeiten können und wollen.

.

Quelle: Arbeitslos mit 57: So fand ein Außendienstmitarbeiter einen neuen Job – SPIEGEL ONLINE

Beitrag empfehlen:

Syrien: Deutschland finanziert 80.000 Jobs in Krisengebiet | ZEIT ONLINE

Deutschland hat in diesem Jahr in Syrien und in der Region rund um das vom Bürgerkrieg zerstörte Land etwa weitere 20.000 Arbeitsplätze für Flüchtlinge geschaffen. Die Jobs entstanden im Zuge des Programms Cash for Work in der Krisenregion, wie die Welt am Sonntag berichtet. Damit erhöhe sich die Zahl der Arbeitsmöglichkeiten, die Deutschland im Rahmen des Projekts finanziert, auf insgesamt rund 80.000.

“Wir wollen den Menschen Würde und ein Stück selbstbestimmtes Leben zurückgeben”, sagte Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU). “Wir dürfen nicht mitansehen, wie der Krieg in Syrien eine ganze Generation zerstört und zu einer verlorenen Generation macht.”

Müller hatte das Programm Cash for Work im vergangenen Jahr gestartet, um kurzfristig Einkommensmöglichkeiten vor Ort anzubieten. Das Angebot richtet sich an Flüchtlinge, aber auch an bedürftige Bewohner von Gemeinden, die Flüchtlinge aufgenommen haben. Es soll nicht nur die finanzielle Lage der Menschen, sondern gleichzeitig auch die Infrastruktur verbessern.

Die Arbeiter bessern Straßen und Schulen aus oder sanieren Wohnungen. In Syrien finanziert Deutschland rund 25.000 Jobs für Arbeitskräfte, die bei der Beseitigung von Trümmern helfen sollen. Mitarbeiter des Programms arbeiten in Jordanien, im Libanon, im Irak und in der Türkei.

In der Türkei und in Jordanien finanzierte das Programm dem Bericht zufolge die Gehälter von insgesamt rund 17.000 Lehrern und Schulpersonal. Im Libanon erhielten rund 8.700 Jugendliche die Möglichkeit, eine Berufsausbildung zu beginnen. Für das Cash-for-Work-Programm hatte Müller 2017 insgesamt 230 Millionen Euro bereitgestellt, für 2018 stehen bislang 180 Millionen Euro zur Verfügung.

.

Quelle: Syrien: Deutschland finanziert 80.000 Jobs in Krisengebiet | ZEIT ONLINE

Beitrag empfehlen:

Alno: Insolventer Küchenbauer will Betrieb wieder aufnehmen – SPIEGEL ONLINE

Hoffnung für das insolvente Unternehmen Alno – früher mit 2100 Mitarbeitern einer der größten Küchenhersteller weltweit: Die verbliebenen Beschäftigten sollen am Dienstag gegen 15 Uhr in Pfullendorf bei einer Betriebsversammlung über den Stand der geplanten Wiederaufnahme der Produktion informiert werden.

Teile des insolventen Küchenbauers wurden vor zwei Wochen an den britischen Investor Riverrock verkauft. Insgesamt sollen 410 frühere Alno-Mitarbeiter von der Neuen Alno GmbH übernommen werden.

Fotostrecke
11  Bilder

Untergegangene Handelsmarken: Tradition vernichtet

Zwei Drittel von ihnen hätten bisher einen neuen Arbeitsvertrag unterschrieben, so ein Sprecher des Insolvenzverwalters vor Tagen. Das neue Unternehmen will dann im Frühjahr wieder Küchen produzieren. Riverrock hatte Mitte Dezember für rund 20 Millionen Euro wesentliche Teile des insolventen Unternehmens wie Maschinen, Grundstücke und auch die Markenrechte übernommen.

Der traditionsreiche Küchenbauer hatte im Juli einen Insolvenzantrag gestellt. Um Alno stand es schon länger schlecht. Seit dem Börsengang 1995 schrieb der Küchenkonzern bis auf ein Jahr stets Verluste. Auch der Einstieg der bosnischen Investorenfamilie Hastor 2016 brachte keine Wende.

Quelle: Alno: Insolventer Küchenbauer will Betrieb wieder aufnehmen – SPIEGEL ONLINE

Beitrag empfehlen:

Stärkster Beschäftigungsanstieg in Deutschland seit zehn Jahren

Der anhaltende Wirtschaftsaufschwung in Deutschland sorgt weiterhin für steigende Beschäftigung. Die Zahl der Erwerbstätigen kletterte im Jahr 2017 um 638.000 Personen oder 1,5 Prozent auf 44,3 Millionen und damit den höchsten Wert seit der Wiedervereinigung, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden berichtete. Das war gleichzeitig die stärkste Zunahme seit dem Jahr 2007.

Damit setze sich der seit zwölf Jahren anhaltende Anstieg der Erwerbstätigkeit dynamisch fort, erklärten die Statistiker. Eine gesteigerte Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung sowie die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte hätten negative demografische Effekte ausgeglichen. Grund ist die gute Konjunktur. Das Bruttoinlandsprodukt wuchs 2017 schon das achte Jahr in Folge.

Eine wichtige Stütze ist dabei der private Konsum, der wiederum von Rekordbeschäftigung und steigenden Reallöhnen profitiert. Da der Aufschwung nach Prognose aller führenden Fachleute anhalten dürfte, wird ein weiterer Beschäftigungsrekord erwartet. Das Münchner Ifo-Institut rechnet für dieses Jahr mit einem Anstieg auf fast 44,8 Millionen. 2019 sollen es dann sogar knapp 45,2 Millionen Erwerbstätige sein.

Die meisten Stellen schufen im vergangenen Jahr die Dienstleister. Hier gab es eine Zunahme um 1,7 Prozent. Allein der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit verzeichnete einen Anstieg um 2,0 Prozent oder 214.000 Erwerbstätige. Bei den Unternehmensdienstleistern gab es ein Plus von 146.000 oder 2,5 Prozent, im Bereich Handel, Verkehr, Gastgewerbe von 111.000 oder 1,1 Prozent. Auch im Produzierenden Gewerbe erhöhte sich die Zahl der Erwerbstätigen, und zwar um 61.000 oder 0,8 Prozent. Im Baugewerbe stieg sie um 43.000 oder 1,8 Prozent. Dagegen gab es im Sektor Land- und Forstwirtschaft sowie Fischerei einen Rückgang um 2000 oder 0,3 Prozent.

Die Zahl der Arbeitnehmer mit Wohnort in Deutschland nahm insgesamt um 656.000 auf 39,9 Millionen zu. „Während die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten weiter anstieg, war die Summe der marginal Beschäftigten (darunter geringfügige Beschäftigung) weiter rückläufig“, erklärten die Statistiker. Auch die Zahl der Selbständigen einschließlich mithelfender Familienangehöriger sank. Hier gab es einen Rückgang um 26.000 oder 0,6 Prozent auf 4,3 Millionen.

Grundsätzlich wächst die zusammengenommene Zahl der Arbeitnehmer und Selbständigen seit zwölf Jahren kontinuierlich. Vor allem die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Stellen steigt, während es weniger Selbständige und auch weniger geringfügig Beschäftigte gibt. Die zusätzlichen Stellen werden sowohl von Zuwanderern als auch von Inländern erledigt, die zusätzliche Arbeitskraft anbieten. Auch pendeln rund 100.000 Menschen mehr nach Deutschland ein als aus.

Die Zahl der Erwerbslosen ist im vergangenen Jahr nach den vorläufigen Statistiken zurückgegangen. Nach international vergleichbaren Kriterien sind noch 1,7 Millionen Menschen ohne Job, was einem Anteil von 3,7 Prozent an den Erwerbspersonen entspreche.

Quelle: Stärkster Beschäftigungsanstieg in Deutschland seit zehn Jahren

Beitrag empfehlen: