Arbeitgebermarke: Kein Zutritt für Bewerber – Arbeitswelt

Haben Sie sich schon einmal bei sich selbst beworben? Das ist häufig das Erste, was Unternehmensberater Christoph Athanas seine Kunden fragt, wenn sie zu ihm in die Beratung kommen: Manager, Mitarbeiter von Personalabteilungen, Recruiter, die erfahren wollen, wie sie richtig absagen, das heißt den Bewerbungsprozess so gestalten, dass der Bewerber zufrieden zurückbleibt – trotz Absage. Athanas will seine Kunden sensibilisieren für die Fallstricke, die auf dem Weg dorthin lauern können: im Unklaren gelassene Bewerber, standardisierte oder gar nicht erst eintreffende Absagen, fehlende Gründe und verweigertes Feedback. Das alles frustriert nicht nur die Bewerber, es schadet auch den Unternehmen.25 Bewerbungen versendet laut einer aktuellen Studie ein Bewerber, bevor er eine Zusage erhält. Das heißt 24 Mal: „Leider müssen wir Ihnen mitteilen . . .“ Oder: „Für Ihren weiteren beruflichen Weg wünschen wir Ihnen alles Gute.“ Absagen gehören zum Bewerbungsprozess dazu, auch wenn sie meist frustrierend und unangenehm sind. Eine Erfahrung, die auch Susanne Röttcher machen musste. Ein Dreivierteljahr hat die Sechsundvierzigjährige nach einer neuen Stelle gesucht. Nach 40 Bewerbungen und einem Vorstellungsgespräch zieht sie ein ernüchterndes Resümee: „Unterm Strich habe ich Geringschätzung erlebt. Man fühlt sich wie ein Bittsteller und hat das Gefühl, der andere sitzt am längeren Hebel.“

Quelle: Arbeitgebermarke: Kein Zutritt für Bewerber – Arbeitswelt – FAZ

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