Arbeitsmarkt: Droht auch Ingenieuren ein Schweinezyklus?

Es ist noch gar nicht so lange her, da machte das Wort von der „Ingenieurlücke“ die Runde. Jahrelang berechneten Arbeitgeber und Berufsverbände die volkswirtschaftlichen Einbußen, die durch den drohenden Engpass an Technikspezialisten in Deutschland entstünden, und warben unter Schulabgängern für ein Ingenieursstudium. Dieses war nämlich ausgerechnet im Maschinenhaus Deutschland aus der Mode gekommen, während Marketing oder Jura dem Zeitgeist entsprachen. Die Werbekampagne zeigte Erfolg, die Zahl der Studienanfänger stieg deutlich.


Aus Sicht von Ökonomen waren damit eigentlich alle Zutaten für einen „Schweinezyklus“ am Arbeitsmarkt gegeben: Eine hohe Nachfrage und gute Verdienstaussichten locken viele junge Menschen innerhalb kurzer Zeit in dieselben Studiengänge, was wiederum zeitversetzt zu einem Überangebot am Arbeitsmarkt führen kann und das Berufsbild dann wieder entsprechend unattraktiv erscheinen lässt. Die „Lehrerschwemme“ des 20. Jahrhunderts lässt grüßen.

Quelle: Arbeitsmarkt: Droht auch Ingenieuren ein Schweinezyklus? – Ingenieure – FAZ

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