Bäckereifachverkäuferin schockt durch Service

Seit vielen Wochen habe ich bösen Ärger mit meinem Knie, kann mich oft kaum bewegen und benötige – hoffentlich nur zum Übergang – einen Gehstock.

Kürzlich hatte ich einfach Lust auf ein Stück Kuchen. Nach den Schmerzen und einer Nacht mit schlechtem Schlaf fragte ich mich aber, ob es der Mühe überhaupt wert ist. Letztlich ist die Autofahrt und der Gang in die Bäckerei auch eine Anstrengung, die man im Zweifel lieber vermeiden möchte.

In dem ganzen Stress fuhr ich schließlich doch los. Vor lauter Ablenkung passierte es dann: Ich erwischte die falsche Brille und griff auch noch nach dem falschen Gehstock.

In der Bäckerei angekommen, wurde ich freundlich gefragt, was man für mich tun könne. Meine etwas erschöpfte Antwort: „Hoffentlich klappt das mit falschem Stock und Brille.“

Ich erledigte meine Bestellung, die Verkäuferin packte alles ein, kassierte und ich gab ihr ein kleines Trinkgeld. Und dann passierte etwas, womit ich absolut nicht gerechnet hatte…

Statt mir meinen Einkauf einfach in die Hand zu drücken, fragte sie mich lächelnd: „Soll ich Ihnen das schnell raus ans Auto bringen?“

Und das, obwohl noch andere Kunden im Laden standen und warteten! Die Bäckereifachverkäuferin, eine Frau von ca. 40 Jahren, zögerte keine Sekunde, um echtes Mitgefühl und außergewöhnlichen Service zu zeigen.

Mein Fazit: So schlecht scheint es um die Menschlichkeit in unserer Gesellschaft also doch nicht bestellt zu sein. Es sind oft diese kleinen, unerwarteten Gesten im Alltag, die den größten Unterschied machen.

Vielleicht macht es auch etwas aus, mit welchen Leuten man sich umgibt.