Bewerbungsabsagen: “Wir haben uns für jemand Besseren entschieden”

120. 120 Absagen. So viele hat Lars Schmidt* bekommen, seitdem er sich auf einen anderen Job bewirbt. Er sagt das nicht so, als würde es ihn verletzen. Er sagt das nicht so, als würde davon seine Zukunft abhängen. Ganz ruhig gehen ihm die Zahlen über die Lippen, während er sich ein wenig auf seinem Bürostuhl im Zimmer 017 dreht, das sich zwischen Hörsälen und Übungsräumen in einer Hochschule in Baden-Württemberg befindet. “Über den Punkt bin ich schon hinaus, dass mich Absagen emotional packen”, sagt Schmidt. “Das habe ich längst hinter mir.”Schmidt ist Projektmanager, studierter Kultur- und Medienbildner, wie er sagt. Seit fünf Jahren arbeitet der 32-Jährige in einem Medienprojekt an einer Hochschule. Doch die Finanzierung des Projekts ist so schwierig, dass er nicht nur jährlich um das Projekt kämpfen muss, sondern auch um eine Verlängerung seines Arbeitsvertrages. “Und es genügt nicht, einfach nur gute Arbeit zu leisten, ich muss jedes Mal um die Finanzierung betteln”, sagt der Kreative. Mit Anfang 30 möchte er seine Zukunft aber länger als nur im Jahresrhythmus planen, darum bewirbt er sich auf andere Jobs.

Quelle: Bewerbungsabsagen: “Wir haben uns für jemand Besseren entschieden” | ZEIT ONLINE

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