«Den Spanier» und «den Amerikaner» gibt es nicht

Die meisten Personen, die bisher nur ihren Urlaub im Ausland verbrachten, unterschätzen, wie stark sie durch ihre Heimat geprägt sind. Sie unterschätzen auch, wie sehr es sie mit ihren Landsleuten verbindet, dass sie dasselbe Schulsystem durchliefen, von Kindesbeinen an dieselben Radiosender hörten, es gewohnt sind, den Müll zu trennen, und, und, und….All diese Faktoren prägen unser Empfinden und Erleben. Erst im tagtäglichen Miteinander registrieren wir jedoch die kulturellen Unterschiede im Empfinden, die zu einem unterschiedlichen Verhalten führen. Diese Unterschiede gilt es zu reflektieren. Sonst erwachsen hieraus Vorurteile, die sich mit der Zeit zu (Negativ-)Urteilen verfestigen. Ein Beispiel: Oft wandern Schweizer aus, um «stressfreier» zu leben. Doch schon nach kurzer Zeit klagen sie über die Laisser-faire-Mentalität ihrer neuen Mitbürger.

Quelle: «Den Spanier» und «den Amerikaner» gibt es nicht | hrtoday.ch

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