Die Tricks der Jobcenter bei den Bewerbungskosten

In den vielen Telefonaten mit Kandidaten kommen wir natürlich auch oft darauf zu sprechen, welche Unterstützung durch die Arbeitsagentur und den Jobcentern zur Verfügung gestellt wird, wenn es um Bewerbungskosten geht.

Allgemein können wir sagen, das hier wenig aufgeklärt wird. Sicherlich steht oft etwas in der Eingliederungsvereinbarung, von der man sich im Jobcenter wünscht, dass sie schnell unterschrieben wird.

Aber eine gewisse Nachlässigkeit müssen wir auch den Arbeitssuchenden anlasten. Na klar ist man froh, wenn man den Termin im JC erledigt hat und die leidigen Papiere zur Seite legen kann. Zu empfehlen wäre es allerdings, sich mit den Unterlagen besser zu beschäftigen, denn in einer Eingliederungsvereinbarung steht zwar auch etwas von Unterstützung, ebenso aber mit den damit verbundenen Verpflichtungen, die Arbeitssuchende eingehen. Werden Verpflichtungen nicht eingehalten, folgen sehr oft Sanktionen.

Aber nun zu Thema. Man sagt ja, die Arbeitsagenturen und Jobcenter wollen und müssen Geld sparen. Auf der anderen Seite sehen wir aber auch viele Eingliederungsvereinbarungen, in denen – statt der sonst üblichen 260 Euro bis 300 Euro, für die Erstattung von Bewerbungskosten, nun teilweise Beträge zu finden sind, die bis an die 400 Euro reichen.  Das ist ja nun kein Beitrag zum Thema Sparsamkeit.

Also wie spart man bei einer Erhöhung des Budgets? Man sagt etwas zu und streicht ganz einfach.

Das geht ganz einfach, denn vor einiger Zeit sagte man Ihnen zu, Sie bekämen 300 Euro und für eine Einzelerstattung einer postalischen Bewerbung, bekommen Sie 5 Euro und pro E-Mailbewerbung 1 Euro.

Heute sagt man Ihnen oft 300 Euro oder einen höheren Betrag zu, nennt aber keine Beträge pro Einheit.

Wenn Sie nun die Erstattung beantragen und gehen von den obigen Summen aus, dann kann passieren, dass man Ihnen einfach nur 180 Euro auszahlen will, man z.B. 3 Euro als vollkommen ausreichend betrachtet, wenn Sie diesen Betrag für eine postalische Bewerbung erstattet bekommen.

Und da Sie – obwohl die Möglichkeit eines Einspruches besteht – Ruhe vor dem Jobcenter haben wollen, schlucken Sie diese Kröte einfach.

Unsere Empfehlung:

Überprüfen Sie solche Kostenzusagen genau und achten darauf, dass nicht nur der Gesamtbetrag, sondern auch Einzelsummen und ein Zeitraum angegeben wird, für den diese Zusage gilt.

Lesen Sie hier, wie man einen Antrag auf Erstattung von Bewerbungskosten stellt.

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