Duzen im Job: Für dich immer noch Sie!

Normalerweise ist Günter Althaus ein recht entspannter Typ, aber ein Thema regt den Chef des international tätigen Handelsverbunds ANWR Group regelmäßig auf: der Kult ums Duzen.Das Verhalten vieler seiner Managerkollegen sei „geradezu anmaßend“, sagt Althaus: „Ich halte es schlicht nicht für zulässig, dass der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern vorschreibt, wie sie sich gegenseitig anreden.“ Er selbst duzt von etwa 600 Mitarbeitern in 14 europäischen Ländern allenfalls ein knappes Dutzend Kollegen. Aber vor allem deshalb, weil er sie schon lange kennt. Im Vorstand verständigen sich die Mitglieder erst nach vier Jahren aufs Du, sagt Althaus. Gegenüber der Belegschaft schaffe hingegen das Siezen eine professionelle Arbeitsebene. So sei sichergestellt, dass bestimmte Regeln im Umgang miteinander gewahrt bleiben. Althaus: „Negatives Feedback zum Beispiel wird dann nicht unnötig scharf und persönlich.“

Quelle: Duzen im Job: Für dich immer noch Sie!

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