EDV-Kenntnisse im Lebenslauf richtig einstufen und angeben

EDV-Kenntnisse im Lebenslauf richtig einstufen und angeben

In den meisten Berufen werden anwendungssichere EDV- und IT-Kenntnisse in den verschiedensten Schwierigkeitsstufen vorausgesetzt. Leider machen viele Bewerber bei der Angabe der EDV-Kenntnisse im Lebenslauf einige vermeidbare Fehler. Zum einen werden die EDV-Kenntnisse oft erst am Ende des Lebenslaufes versteckt angegeben, und das auch noch viel zu allgemein und ohne Angabe einer aussagekräftigen Kompetenzstufe. Je allgemeiner Sie aber Ihre EDV-Kenntnisse darstellen, desto weniger aussagekräftig sind sie.

Machen Sie sich vor allem die Tatsache bewusst, dass die Mehrzahl Ihrer Mitbewerber über vergleichbare EDV- und IT-Kenntnisse verfügen werden. Sie können sich daher nur mit solchen EDV-Kenntnissen von der Masse der Bewerber abheben, die Sie besonders gut beherrschen und die Sie somit besonders deutlich hervorheben können. Zum anderen neigen viele andere Bewerber dazu, Ihre EDV-Kenntnisse zu umfangreich anzugeben, so dass nicht ersichtlich ist, was die Bewerber nun überdurchschnittlich gut beherrschen. Auch hierbei ist die Konzentration auf das Wesentliche angeraten.

Beispiel für die Darstellung von EDV-Kenntnissen im Lebenslauf

Folgendermaßen kann die übersichtliche und aussagekräftige Darstellung der eigenen EDV-Kenntnisse in einer eigenständigen Rubrik “EDV-Kenntnisse” im Lebenslauf erfolgen, mit einer detaillierten Unterteilung und Einschätzung der EDV-Kenntnisse:

  • Grundkenntnisse
    Fähigkeit, unter Anleitung mit dem Programm oder System Aufgaben auszuführen.
  • Mittlere Kenntnisse
    Fähigkeit, einfache Aufgaben ohne Anleitung mit dem Programm oder System auszuführen.
  • Gute Kenntnisse
    Fähigkeit, anspruchsvollere Aufgaben mit dem Programm oder System selbständig zu lösen.
  • Sehr gute Kenntnisse
    Fähigkeit, mit dem Programm oder System komplexe Probleme und Aufgaben schnell und selbständig zu lösen und andere Personen bei der Anwendung zu unterstützen.
  • Expertenwissen
    Fähigkeit, das Programm oder System in einem Betrieb zu evaluieren, einzurichten, zu betreiben, zu schulen und sehr komplexe Aufgaben damit zu lösen.
Lesen Sie auch:  3 x geschieden, 5 Kinder (8/12/14, 16, 23), katholisch

Bitte beachten Sie: Falls es sich um sogenannte Software-Pakete handelt, wie MS-Office oder SAP, beschreiben Sie nicht die gesamte Gruppe mit einer Note, sondern führen die einzelnen Module auf. Z.B. Word, Office, Excel, Outlook, SAP IPRO………..

2 Kommentare

  • Tommi Schumann

    Ist es sinnvoll die genauen Programme (z.B. VMware) oder die Bereiche (z.B. Virtualisierung) anzugeben? oder ist eine gute mischung die beste Lösung?

    • Die richtige Antwort hängt vom Anlass ab. Wenn Sie einen Lebenslauf erstellt haben und unter “Kenntnisse und Erfahrungen” oder einem Extra-Blatt eine Auflistung anfügen, ist es sicherlich informativ und richtig, sofern Sie sich auf die aktuell wirklich wichtigen Kenntnisse beziehen und einzeln auflisten. Aber da kann auch eine Falle locken. Es gibt durchaus noch (große) Unternehmen und Institutionen, die auf Grund besonderer Umstände mit einer “Ur-Alt-Klammotte” arbeiten, oder z.B. den absoluten Spezialisten des Windows-XP-Betriebssystems suchen. Das weiß man aber meistens, wenn man sich dort bewirbt. In einem Anschreiben oder bei einem Profil in sozialen Netzwerken, würde ich eventuell den Hinweis verwenden, das Sie sich als “Spezialist in Virtualisierung” einschätzen. Ich würde dieser Aussage entnehmen, das Ihnen die entsprechende und angesagte Software geläufig ist.

Nachricht zum Beitrag an Netzwerk Arbeit senden: