Fehlzeiten im Job – Zur Hälfte krank

Der Ärzteverband Marburger Bund will Arbeitsminderungsbescheinigungen einführen, um Beschäftigte auch teilweise krankschreiben zu können. Der Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer, Dietrich Munz, hält das für eine gute Idee.

SZ: Mit Teilkrankschreibungen will der Marburger Bund den Beschäftigten lange, komplette Krankschreibungen ersparen. Das klingt, als täte man Kranken etwas Gutes, wenn sie arbeiten dürfen.

Dietrich Munz: Manchmal trifft das zu. Gerade bei psychischen Erkrankungen kann es sinnvoll sein, dass die Tagesstruktur und die sozialen Kontakte des Arbeitsplatzes erhalten bleiben. Das muss natürlich freiwillig sein und mit den Patienten besprochen werden. Hinzu kommt: Wenn ein Teil der Erkrankung mit psychischen Problemen im Job zu tun hat, kann das besser in der Therapie bearbeitet werden, weil man es unmittelbar aufgreifen kann.

Arbeit kann also die Genesung fördern?

Sie kann dazu beitragen. Andersherum wissen wir, dass zum Beispiel arbeitslose Menschen deutlich häufiger psychisch krank sind als arbeitende Menschen. Arbeit kann durchaus hilfreich sein, um sich psychisch zu stabilisieren.

Quelle: Fehlzeiten im Job – Zur Hälfte krank – Karriere – Süddeutsche.de

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