Gesetzlicher Mindestlohn steigt 2019 auf 9,19 Euro 

Der am 1. Januar 2015 eingeführte Mindestlohn wird zum zweiten Mal angehoben, erstmals in zwei Stufen. Die zuständige Mindestlohn-Kommission hatte Ende Juni vorgesehen, der allgemeine gesetzliche Mindestlohn solle zum 1. Januar 2019 von derzeit 8,84 Euro auf 9,19 Euro pro Stunde und zum 1. Januar 2020 weiter auf 9,35 Euro steigen. Mit der vom Kabinett nun beschlossenen “Zweiten Verordnung zur Anpassung der Höhe des Mindestlohns” wird diese Erhöhung rechtsverbindlich.

Mindestlohn 2019: Kommission entscheidet alle zwei Jahre

Die Kommission, die frei von politischer Einflussnahme entscheiden soll, legt die Höhe alle zwei Jahre neu fest. Außer dem Vorsitzenden gehören dem Gremium je drei Vertreter der Gewerkschaften und der Arbeitgeber sowie zwei beratende Wissenschaftler an.

Zum ersten Mal war die Lohnuntergrenze bereits 2017 von 8,50 Euro auf 8,84 Euro angehoben worden. In mehreren Branchen gibt es zudem Mindestlöhne, die über der allgemeinen Untergrenze liegen.

Der gesetzliche Mindestlohn gilt für alle volljährigen Arbeitnehmer – außer für Langzeitarbeitslose nach Aufnahme einer Arbeit in den ersten sechs Monaten. Auch für Azubis, bei Pflichtpraktika oder Praktika unter drei Monaten gilt er nicht.

Quelle: Gesetzlicher Mindestlohn steigt 2019 auf 9,19 Euro | Personal | Haufe

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