H&M: Mitarbeiter klagen über miese Arbeitsbedingungen

Jung und hip – so präsentiert sich die schwedische Modekette H&M (Hennes und Mauritz) gerne auf ihren Plakaten. Doch hinter der scheinbar fröhlichen Fassade brodelt es gewaltig: Viele Mitarbeiter klagen über miese Arbeitsbedingungen, die das soziale Image der Firma ins wanken bringt.

Unsäglicher Stress in den Filialen belastet Mitarbeiter schwer

Die Zeit berichtet in ihrer Online-Ausgabe über skandalöse Methoden in den deutschen Filialen der schwedischen Modekette, die scheinbar systematisch ihre eigenen Mitarbeiter drangsalieren. Allen voran die schlechten Arbeitsbedingungen, mit denen viele Mitarbeiter zu kämpfen haben – allen voran der unsägliche Stress in den Läden.

Verkäufer klagen über zu viel Arbeit bei wenig Personal: Weil immer so viel zu tun ist, schaffen es viele Mitarbeiter nicht, den Laden am Ende der Schicht aufgeräumt zu übergeben – zusätzliche Arbeit für die nächste Schicht. O ft bleibt nicht einmal Zeit, um auf die Toilette zu gehen.

Flexkräfte müssen sich auf Abruf bereit halten

Statt fester Arbeitszeiten sollen sich viele – laut Betriebsräten rund 41 Prozent – als sogenannte “Flexkräfte” oder Stundenlöhner auf Abruf bereit halten und “springen”, wenn Not am Mann ist. Ihre Verträge beinhalten nur eine Mindestanzahl an Stunden, pro Woche entweder 10, 15 oder 20 Stunden. Wie viel Geld ein solcher Mitarbeiter verdienen kann, hängt also maßgeblich davon ab, ob eine Filiale genügend Arbeit hat.

Ein Mitarbeiter klagt: “In dieser Situation ist man total abhängig. Selbst wenn jemand kurzfristig anruft und fragt: ‘Kannst du in zwei Stunden auf der Fläche sein?’, muss man als Flexi alles stehen und liegen lassen und hinfahren, einfach weil man das Geld braucht.” Deshalb sollen viele auch Schichten übernehmen, obwohl sie krank sind oder sie arbeiten zehn Stunden am Tag – weil sie nie wissen, wann ihnen die nächste Schicht zugeteilt wird.

Quelle: H&M: Mitarbeiter klagen über miese Arbeitsbedingungen  | Karriere

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