Hochschulen: Rektoren sehen kaum Handlungsbedarf bei befristeten Jobs

Fast zwei von drei Wissenschaftlern an deutschen Universitäten sind befristet angestellt. Viele haben Verträge, die nicht einmal zwölf Monate laufen und hoffen jahrelang vergeblich auf eine feste Stelle.Das Problem ist bekannt, ein neues Gesetz soll es eindämmen. Ob es hilft, muss sich noch zeigen. Was sich aber bereits deutlich zeigt: In den Chefetagen der Hochschulen sieht man gar keinen großen Änderungsbedarf.Der Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft hat 156 Rektoren und Hochschulpräsidenten befragt, ob der Anteil unbefristeter Stellen erhöht werden soll. Ein Ergebnis: An öffentlichen Unis sollen solche Stellen nach dem Willen der Leitung nur um rund fünf Prozentpunkte aufgestockt werden.Der optimale Anteil befristeter Verträge liegt nach Ansicht der Uni-Chefs für den wissenschaftlichen Bereich bei gut 57 Prozent, statt wie bei aktuell 63 Prozent. In der Verwaltung schwebt den Rektoren ein Anteil von 17 Prozent (aktuell: 22 Prozent) befristeter Verträge vor. Offenbar schätzten sie die Flexibilität, die sich aus befristeten Stellen ergeben, teilte der Stifterverband mit.

Quelle: Hochschulen: Rektoren sehen kaum Handlungsbedarf bei befristeten Jobs – SPIEGEL ONLINE

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