Kollegen wollten Betriebsrat gründen – Fressnapf feuert fristlos – WZ.de

Betriebsräte werden in Krefeld immer öfter verhindert. Einige Beispiele.Krefeld. Freitag um 13 Uhr beginnt im Arbeitsgericht ein öffentlicher Prozess, der eine gewisse Symbolkraft für eine besondere Entwicklung in vielen Krefelder Betrieben hat. Ein Arbeitnehmer vom Tierfutterriesen Fressnapf klagt gegen seine fristlose, bislang unbegründete Kündigung. Laut Gewerkschaft und Arbeitslosenzentrum erging es ihm wie sechs anderen Kollegen, die gemeinsam einen Betriebsrat gründen wollten. DGB-Chef Ralf Köpke macht das Thema Mitbestimmung in Krefelder Betrieben große Sorgen: „Das hat System, vielerorts werden Betriebsräte mit allen Mitteln verhindert.“„In Unternehmen unserer Größe kommt es leider in Einzelfällen zu solch arbeitsrechtlich relevanten Verstößen seitens Beschäftigter.“Christian Peters-Lach, Fressnapf-SprecherKöpke zitiert das Betriebsverfassungsgesetz, demzufolge jedes Unternehmen einen Betriebsrat gründen solle, und berichtet von heftigen Verhinderungsfällen in Krefeld, „wo so genannte Söldneranwaltskanzleien von Arbeitgebern eingesetzt werden, um Betriebsratsgründungen und gewerkschaftliche Rechte zu verhindern. Es gibt massiven Druck auf Beschäftigte, die einen Betriebsrat gründen und eben diese Rechte in Anspruch nehmen wollen. Drohungen, Kündigungen und der Versuch des Rauskaufens von Betriebsräten gehören zum Alltag des Wirtschaftslebens, leider auch bei uns am Niederrhein.“

Quelle: Kollegen wollten Betriebsrat gründen – Fressnapf feuert fristlos – WZ.de

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