Kündigung wegen Krankheit: Kündigung wegen Krankheit: Sieben Irrtümer 

Kündigung wegen Krankheit: Kündigung wegen Krankheit: Sieben Irrtümer 

Die meisten Chefs wollen sie loswerden: Angestellte, die häufiger krank sind als gesund. Wann kann man ihnen kündigen? Sieben Irrtümer rund um Kündigungen wegen Krankheit – und was tatsächlich gilt.Irrtum 1: Krankheit schützt vor Kündigung„Dann werde ich eben krank, dann kann ich nicht gekündigt werden“ – diesen Satz hört Alexander Birkhahn, Fachanwalt für Arbeitsrecht, immer wieder. Ein Mythos: Tatsächlich schützt Krankheit nicht vor Kündigung; kranken Mitarbeitern können Arbeitgeber ebenso kündigen wie gesunden.Chefs können aber nicht mal eben einen Mitarbeiter feuern, nur weil er einmal im Jahr in einer wichtigen Projektphase an der Grippe erkrankt; denn in Unternehmen mit mehr als zehn Mitarbeitern gilt das Kündigungsschutzgesetz (KSchG). Demnach können Arbeitgeber Mitarbeitern, die länger als sechs Monate in einem Betrieb beschäftigt sind, nur aus verhaltens-, personen- oder betriebsbedingten Gründen ordentlich kündigen. Eine Kündigung wegen Krankheit ist eine personenbedingte Kündigung; damit sie wirksam ist, müssen gewisse Voraussetzungen zutreffen. Gegen eine krankheitsbedingte Kündigung kann ein Mitarbeiter innerhalb von drei Wochen klagen (§ 4 KSchG).Ausnahme: In Kleinbetrieben mit weniger als zehn Mitarbeitern greift das Kündigungsschutzgesetz nicht. Chefs haben hier Kündigungsfreiheit. „Bis auf außergewöhnliche Härtefälle besteht in Kleinbetrieben kein Kündigungsschutz für die Mitarbeiter“, sagt Birkhahn. „Kündigt man ohne Begründung, hat die Kündigung im Zweifelsfall auch vor Gericht Bestand.“Irrtum 2: Chefs können Mitarbeitern kündigen, wenn sie ständig krank sindFehlt ein Mitarbeiter immer wieder mehrere Wochen am Stück oder fällt er an wichtigen Terminen krankheitsbedingt aus, kann das den Betrieb belasten. Trotzdem ist das nicht in jedem Fall ein Kündigungsgrund, der auch vor Gericht besteht: „Laut Bundesarbeitsgericht muss ein Arbeitnehmer mindestens sechs Wochen im Jahr krank sein; davor braucht man über eine Kündigung gar nicht erst nachzudenken“, sagt Rechtsanwalt Birkhahn. Selbst wenn der Mitarbeiter sich Jahr für Jahr genau einen Tag weniger als sechs Wochen krankmeldet, habe eine krankheitsbedingte Kündigung vor Gericht keine Chance.

Quelle: Kündigung wegen Krankheit: Kündigung wegen Krankheit: Sieben Irrtümer | impulse

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