Lebenslauf: Ihr Geburtsgewicht interessiert nicht

Damit wollen wir sagen, dass es Informationen aus Ihrer Vergangenheit gibt, die nicht wirklich für Ihre berufliche Entwicklung entscheidend sind. Das Geburtsgewicht ist ebenso uninteressant, wie der Besuch der Hauptschule oder des Kindergartens.

Interessant für Unternehmen sind Ihre aktuellen Kenntnisse, was Sie damit jetzt anfangen und wie Sie sich weitere Entwicklung vorstellen.

Machen Sie sich bitte keine Illusionen: Kein Personaler beschäftigt sich mehr als wenige Minuten mit Ihrem Lebenslauf. Deswegen ist es besonders wichtig, dass dem Leser besonders wichtige Informationen sofort ins Auge springen.

In der Regel wird die aktuelle oder letzte berufliche Station für den Personaler das Interessanteste sein. Der Leser möchte wissen, was Sie derzeit in Ihrem Job leisten und wie weit Sie es gebracht haben. Deshalb sollte sich der jüngste Teil Ihrer Berufspraxis auf der ersten Seite Ihres Lebenslaufs befinden. Genau das wird durch die umgekehrte Chronologie sichergestellt.

Sie wissen, dass auch berufserfahrene Kandidaten die Länge des Lebenslaufes auf möglichst 2 Seiten beschränken sollen. Deswegen sollten Sie auch prüfen, ob Sie wirklich jede Weiterbildung oder andere Details im Lebenslauf aufführen.

Ganz besonderes Augenmerk gilt hier für Veranstaltungen, an denen man nur eine Teilnahmebescheinigung ausgehändigt bekommt. Es wird Ihnen nur die Teilnahme bescheinigt und kein Wissen bestätigt.

Und ob Sie vor 5 Jahren an einem Kurs in MS-Word teilgenommen haben, ist auch nicht wirklich wichtig, zumal Arbeitgeber davon ausgehen, dass die Beherrschung aktueller Betriebssysteme und Anwendungsprogramme angenommen werden kann.

Zuletzt noch etwas aus dem Bereich Lebenslauf, der gerne genommen wird:

Geboren am 14.03.1962, in Musterstadt, Bayern/Deutschland
Familienstand: geschieden, 3 Kinder
Religion: katholisch

Gibt es ein Gesetz oder eine Vorschrift, die besagt, das diese teils “sprengstoffartigen” Aussagen in einem Lebenslauf aufzuführen sind?

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