New Work: 5 blinde Flecken mit Blick auf die Zukunft der Arbeit

Was hat ein Nasenring mit einem Bossanzug zu tun? Für die Antwort auf diese Frage bitte ich um etwas Geduld. Jetzt will ich Sie damit erst einmal in diesen Text hereinziehen und ein wenig Dramaturgie aufbauen. Es geht in meiner Kolumne dieses Mal um die neue Arbeitsgesellschaft, die gern mit dem Etikett „New Work“ verknüpft wird. Dieses Etikett erzeugt Erwartungen: Wenn wir nur endlich gut zueinander wären! Hierarchiefrei, mindestens jedoch hierarchiearm kommunizieren würden! Den Mensch in den Mittelpunkt stellten. Endlich sehen würden, dass wir Schöpfer der Arbeitswelt sind und als solcher Dinge SELBST möglich oder unmöglich machen… Das New Work-Konzept verspricht viel, vor allem scheint es vieles humaner zu machen. Doch vielfach ist es auch mehr Schein als Sein. Winfried Felser hat unter #NewWork17 zur Blogparade aufgerufen und dies ist mein Beitrag dazu.Was ist New Work? Bevor ich loslege eine Definition: Unter New Work verstehe ich die Bündelung verschiedener Konzepte, die dem Wandel der Arbeitsgesellschaft gerecht werden sollen. Agiles Arbeiten und agiles Führen reihen sich in diesen New-Work-Kontext ein. Es geht vielmehr um nichts mehr oder weniger als die Frage, wie wir in Zukunft arbeiten werden. Empirische Belege für einen „Effekt“ (auf Arbeitsleistung, Zufriedenheit, Wirtschaftlichkeit etc.) gibt es nicht. So bleibt eine mehr philosophische Diskussion. Und das ist auch der Hintergrund von New Work: Fritjof Bergmann, der den Begriff prägte, wollte Menschen von der Lohnarbeit befreien. Arbeit soll sinnvoll sein, keine ökonomische Notwendigkeit. Somit schlägt New Work auch einen Bogen zu Bewegungen wie der des Grundeinkommens.

Quelle: New Work: 5 blinde Flecken mit Blick auf die Zukunft der Arbeit | Svenja Hoferts Kolumnen zu Karriere, Führung und Entwicklung

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