Straftat eines Mitarbeiters: So reagieren Sie richtig

Die fristlose Kündigung eines Busfahrers, der von Touristen Kundengelder kassierte, ohne dafür Fahrscheine auszudrucken, war rechtmäßig. Der Fall vor dem LAG Berlin-Brandenburg betraf eine Straftat, die im Arbeitsverhältnis ausgeübt wurde.

Für Straftaten, die der Mitarbeiter außerhalb des Arbeitsverhältnisses ausübt gelten nochmal speziellere Voraussetzungen. Arbeitgeber sollten in allen entsprechenden Fällen zunächst auch eine Abmahnung, ordentliche Kündigung, Verdachtskündigung oder Betriebsbuße in Betracht ziehen.

Straftat eines Mitarbeiters: Am Anfang steht die Abmahnung

Als mildestes Mittel kann der Arbeitgeber bei Straftaten im Betrieb grundsätzlich eine Abmahnung gegen den betroffenen Arbeitnehmer aussprechen. Damit zeigt er, dass er das Verhalten nicht billigt und droht gleichzeitig mit arbeitsrechtlichen Konsequenzen für den Fall, dass der Arbeitnehmer das gerügte Verhalten in der Zukunft wiederholt.

Prinzipiell gilt im Kündigungsrecht das Ultima-ratio-Prinzip. Das bedeutet: Bevor der Arbeitgeber eine verhaltensbedingte Kündigung wirksam aussprechen kann, hat er den Arbeitnehmer abzumahnen. Dem Arbeitnehmer soll dadurch die Chance gegeben werden, sein Verhalten für die Zukunft zu ändern.

Quelle: Straftat eines Mitarbeiters: So reagieren Sie richtig | Personal | Haufe

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