Ungleiche Kräfteverteilung am arbeitsMARKT

Wenn ein Arbeitsplatz zu besetzen ist, kommt es auf die Positionierung an, um dieses Ziel schnellst möglich zu erreichen. Das gilt für Unternehmer und Arbeitssuchende. Bis zu diesem Zeitpunkt ist alles gleich. Wenn es aber um die Positionierung geht, befinden sich Unternehmer immer im Vorteil, denn

  • sie schalten Stellenanzeigen
  • sie beauftragen einen Personalvermittler mit der Besetzung der Position
  • sie schreiben die Stellen auf der Homepage aus
  • sie nutzen oft ein großes Empfehlungsnetzwerk

Für Arbeitssuchende stehen nicht nur viel weniger Möglichkeiten zur Verfügung. Die sich bietenden Möglichkeiten sind auch weniger effektiv. Welche Möglichkeiten bieten sich Arbeitssuchenden?

  • Arbeitssuchende warten lange, bis eine passende Stellenausschreibung gefunden wird
  • Personalvermittler bieten keine große Auswahl an Stellenangeboten
  • Ein eigenes Profil in der Jobbörse der Arbeitsagentur findet zu wenig Beachtung

Der Grund, warum dies so ist, ist leicht zu erkennen. Unternehmen nehmen fast immer Geld in die Hand, wenn ein Arbeitsplatz besetzt werden muss. Stellenanzeigen in den Medien und auch die Leistungen der Personalvermittler kosten viel Geld, führen aber dazu, schnell eine Lösung zu finden.

Da Arbeitssuchenden kein großer Etat für Bewerbungen zur Verfügung steht, ist dieser Personenkreis weniger interessant für Dienstleister, weil man kein Geld verdienen kann.

Aber auch wenn Arbeitssuchende Geld für eine Stellensuchanzeige ausgeben würden, erscheint diese nur für einen kurzen Zeitraum und in einem eingeschränkten Verbreitungsgebiet.

Fassen wir zusammen:
Auch, wenn Sie mit optimalen Bewerbungsunterlagen glänzen können, sich von einem Coach haben beraten lassen oder ein perfektes Profil in der Jobbörse eingestellt haben, haben Sie ein

Vertriebsproblem

Trotz aller Bemühungen schaffen Sie es oft nicht, über einen bestimmten Umkreis hinaus Aufmerksamkeit zu finden.

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Wenn wir abschließend betrachten, dass Unternehmer 5 x so schnell eine Stelle besetzen können, wie Arbeitssuchende eine passende Position finden, erklärt es sich, warum man Arbeitssuchende als „stille Reserve“ betrachtet, die wenig kostet. Betrachtet man aber den Einkommensverlust während des Bezuges von Arbeitslosengeld und die Kosten für den Sozialstaat, sieht das wieder ganz anders aus.

Professionelle Öffentlichkeitsarbeit für Arbeitssuchende ist das, was benötigt wird. Eine Aufgabe, die für eine Einzelperson aber unlösbar erscheint.

Muss das so sein?

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