Zwölf Euro Mindestlohn in Hamburg: Rot-Grün macht Ernst

Der neue Erste Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) hatte es angekündigt, jetzt fordern SPD und Grüne den Vollzug: Spätestens Anfang 2020 soll für alle Beschäftigten der Stadt Hamburg und ihrer Tochterunternehmen ein Lohn von mindestens zwölf Euro pro Stunde gelten. Das soll der Senat nun gemeinsam mit den Gewerkschaften auch in den Tarifverträgen festschreiben. SPD und Grüne in der Bürgerschaft haben einen entsprechenden Antrag eingebracht.

Zwölf Euro Mindestlohn bis 2020

NDR 90,3 – 27.04.2018 06:00 Uhr Autor/in: Volker Frerichs

Spätestens in zwei Jahren soll kein städtischer Angestellter mehr weniger als zwölf Euro pro Stunde verdienen. Das fordern SPD und Grüne in der Hamburgischen Bürgerschaft jetzt in einem Antrag.

“Respekt, Anerkennung und Wertschätzung für jede Arbeit”

“Das ist ein Zeichen gegen Niedriglöhne und gegen Altersarmut”, sagte Wolfgang Rose, der Koordinator für Gewerkschaftskontakte in der SPD-Fraktion. Ein solcher Mindestlohn zeige Respekt, Anerkennung und Wertschätzung für jede Arbeit. Und Antje Möller, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Grünen fügte hinzu: Der zurzeit geltende gesetzliche Mindestlohn von 8,84 Euro reiche gerade in einer Großstadt wie Hamburg nicht aus. Nach der Stadt sollten auch private Arbeitsgeber diesem Beispiel folgen und den Mindestlohn anheben.

Die Regelung betrifft etwa 5.000 Menschen in Hamburg – auch bei den städtischen Tochterunternehmen. Gepäckabfertiger am Flughafen, Servicekräfte der elbkinder-Kitas oder Hilfskräfte bei Bäderland verdienen zurzeit noch deutlich weniger als zwölf Euro pro Stunde.

Um den vollständigen Text zu lesen, folgen Sie bitte dem Link…..

Quelle: Zwölf Euro Mindestlohn: Rot-Grün macht Ernst | NDR.de – Nachrichten – Hamburg

2 Kommentare

  • Dany

    “Respekt, Anerkennung und Wertschätzung für jede Arbeit” – Wenn man jetzt noch die wirklich freie Wahl des Arbeit hinzu nimmt kommt man in den Bereich des BGE. Ein flächendeckendes BGE in ganz Deutschland wäre m. E. die bessere Alternative als nur einer regional punktuelle Anhebung des Mindestlohnes bei einem einzigen Arbeitgeber, der noch nicht mal 10% der Beschäftigen in der Region betrifft.

Nachricht zum Beitrag an Netzwerk Arbeit senden: